Monate: Februar 2016

GEWONNEN!

Die Zeitschrift der Straße ist unter den Gewinnern der Google Impact Challenge 2016! Für ein medium ist es eine besonderer Triumph, ausgerechnet im Wettbewerb des Internet-Riesen ausgezeichnet zu werden.   Im Sommer 2015 erhielten wir eine Anfrage einer Werbeagentur aus Hamburg. Sie wollte für einen nicht genannten Kunden Anzeigenwerbung in der Zeitschrift der Straße buchen. Wir bestanden jedoch darauf, den Kunden zu erfahren, da wir es uns vorbehalten, auch Anzeigenkunden abzulehnen. So erfuhren wir, dass es um Google ging, jenes Unternehmen, das mit seinen digitalen Werbeformaten weltweit medien (wie auch uns) das Leben schwer macht. Und ausgerechnet dieser globale Internet-Riese wollte im Bremer Straßenmagazin eine Anzeige schalten? Google Impact Challenge Es stellte sich heraus, dass Google erstmals in Deutschland einen Wettbewerb für soziale Initiativen abhalten würde. In den USA, Indien, Brasilien, Großbritannien, Frankreich und Japan gab es diesen Wettbewerb bereits. Viele Millionen Dollar hatte Google in den letzten Jahren an gemeinnützige Organisationen überwiesen, die sich in solchen Wettbewerben durchgesetzt hatten. Die Anzeigenwerbung für die Google Impact Challenge erschien im Oktober 2015 auf der Rückseite der …

SCHON GEVOTET? GOOGLE CHALLENGE ENDET BALD

Seit dem 8. Februar läuft das Finale der Google Impact Challenge 2016 – mit der Zeitschrift der Straße als einer von 210 Finalisten. In den beiden vorangegangenen Auswahlrunden sind 2000 der anfänglich 2200 Teilnehmer des Wettbewerbs ausgeschieden. Jetzt geht es nochmal um die Wurst, denn schon am 24. Februar endet die Finalrunde, und am 25. Februar werden in Berlin 105 Finalisten ausgezeichnet, darunter hoffentlich auch wir. In den letzten zwei Wochen haben wir gepostet, geteilt und get, was das Zeug hält, zumindest für unsere Verhältnisse. Denn eigentlich ist die Zeitschrift der Straße ja „old school“: ein -Magazin. Damit in das Finale eines Google-Wettbwerbs zu kommen, das hat schon fast etwas Subversives. Jetzt wollen wir aber auch einen Platz unter den Gewinnern. Unterstützen Sie uns. Voten Sie für uns. Teilen Sie unsere Beiträge. Laden Sie Ihre Freunde zum Voten für uns ein. Geben Sie nochmal alles, dann wird das was. Herzlichen Dank! PS: Kennen Sie die drei Herren oben im Bild? Sie haben Auftritte in unserem Videoclip und verkaufen die Zeitschrift der Straße, zusammen mit ca. …

VERKÄUFER IM RAMPENLICHT: RENE MOCELLIN VON SURPRISE, SCHWEIZ

SURPRISE/Schweiz: Als René Mocellin, 64, nach jahrelanger Schreibarbeit seine Autobiografie beendet hatte, wurde ihm langweilig. Seit bald einem Jahr verkauft er deshalb Surprise am Bahnhof Basel SBB.   „Ich muss zugeben, dass ich anfangs Hemmungen hatte, das Strassenmagazin zu verkaufen. Ich befürchtete, dass man mich als randständig wahrnehmen würde, und dieses Image will ich auf keinen Fall. Dann sagte ich mir: Ich mach das einfach auf meine Art. Ich sehe nicht verwahrlost aus, und meine Ausrüstung mit dem Bildschirm und den anderen Extras erweckt auch nicht den Anschein. Jetzt bin ich fast ein Jahr bei Surprise dabei, seit März 2015. Ich verkaufe fast jeden Tag von zehn Uhr morgens bis in den Abend hinein am Haupteingang des Basler SBB-Bahnhofs. Und ich muss sagen: Mir gefällt die Aufgabe. Ich bekomme nette Rückmeldungen von den Leuten, meine Elektronik gefällt ihnen. Ich habe immer Leuchttafeln dabei, die ich selber installiere. In der Adventszeit nahm ich einen kleinen leuchtenden Tannenbaum mit, das kam besonders gut an. Einmal ging eine jüdisch-orthodoxe Familie an mir vorbei, und die Kinder machten ganz …

DER ZEITSCHRIFT-DER-STRASSE-VIDEOCLIP

In unserem neuen Videoclip kommen zehn unserer Aktiven zu Wort. Sie beschreiben, wie aus ihrer Sicht die Zeitschrift der Straße ihren Anspruch einlöst, zugleich ein Medienprojekt, ein Sozialprojekt und ein Lernprojekt zu sein. Auf dreierlei Weise schafft die Zeitschrift der Straße damit gesellschaftliche Rendite.   Videoproduktion: Fabian Giering Konzeption & Foto: Michael Vogel  

IM KREIS DER FREUNDE

Damit die Zeitschrift der Straße auch langfristig ihre gesellschaftliche Rendite erbringen kann, braucht sie Ihre Unterstützung als Mitglied im neu gegründeten Freundeskreis.   Die Zeitschrift der Straße ist zu gleichen Teilen ein Medienprojekt für Bremen, ein Sozialprojekt für Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen und ein Lernprojekt für Studierende. Diesen Dreiklang betonen wir bei jeder Gelegenheit in der Hoffnung, dass die Besonderheit unseres Straßenmagazins deutlich wird. Sozialprojekt Eine der Konsequenzen dieses Dreiklangs sind seine Kosten. Wäre die Zeitschrift der Straße ein gewöhnliches kommerzielles Produkt und kein Sozialprojekt, würden wir sie nicht auf der Straße, sondern über Kioske verkaufen. Zweifellos wäre dank der vertrauteren und bequemeren Kaufsituation der Absatz deutlich höher. Wir könnten also in höherer Auflage drucken, was die Druckkosten pro Exemplar senken würde. Außerdem liegt die Zeitschriftenprovision in Kiosken bei 10-15% des Verkaufspreises, während unsere Straßenverkäuferinnen und -verkäufer 55% erhalten. Lernprojekt Wäre die Zeitschrift der Straße ein gewöhnliches kommerzielles Produkt und nicht auch noch ein Lernprojekt, müssten wir zwar auf Studierende als ‚kostenlose‘ MitarbeiterInnen verzichten. Dafür würden wir aber eine sehr viel höhere Routine und …

MACHEN SIE UNS ZU GEWINNERN

Pünktlich zu ihrem fünften Geburtstag hat es die Zeitschrift der Straße ins Finale der Google Impact Challenge 2016 geschafft. Und zwischen dem 8. und 24. Februar können Sie uns zu Gewinnern machen!   Finale der Google Impact Challenge (8.-24. Februar 2016): Die Abstimmungsfrist ist leider abgelaufen.   Der Wettbewerb, den das Internetunternehmen Google ausrichtet, soll ehrenamtliche und gemeinnützige Arbeit durch Weiterbildungen, Technologie und Geld unterstützen. Gesucht wurden Projekte, die die Lebenssituation von Gemeinschaften verbessern oder die Arbeit von Organisationen unterstützen, indem sie bisher ungelöste Probleme mit digitalen Hilfsmitteln oder kreativen Ansätzen beheben. Auch wir von der Zeitschrift der Straße haben uns beworben. Als kreativen Ansatz unseres Tuns stellten wir die Synergien in den Mittelpunkt, die entstehen, wenn Hochschulen und Zivilgesellschaft zusammenwirken. Denn Kern der Zeitschrift der Straße ist es ja, dass Leistungen, die Studierende in ihrem Studium erbringen sollen, in den Dienst der Gemeinschaft gestellt werden – ob als Mitglied des Marketingteams, beim Design oder beim Schreiben der Artikel in unseren Ausgaben. Die Zeitschrift der Straße verbindet, was unserer Meinung nach viel stärker zusammengehört. Zu …

JUBILÄUMSWOCHE IM RÜCKBLICK

Ein Blick hinter die Kulissen der Zeitschrift der Straße in der aufregenden Woche ihres fünfjährigen Jubiläums.   Montag, 1. Februar 2016: Die neue Ausgabe #35 AM SCHWARZEN MEER geht in den Verkauf. Als das Vertriebsbüro morgens um 10 Uhr öffnet, ist der Andrang der StraßenverkäuferInnen groß. Sie kaufen Hefte für 90 Cent das Stück und verkaufen sie dann auf der Straße für zwei Euro. Drei Stunden später sind bereits über 600 der 6000 gedruckten Hefte verkauft. Zum Gewusel im Vertriebsbüro trägt auch ein studentisches Kamera-Team der Hochschule Bremerhaven bei, das Aufnahmen für einen ZdS-Werbeclip dreht. Sturm und Regenschauer machen Außenaufnahmen und Interviews mit Straßenverkäufern zur echten Herausforderung für die Studierenden. Ein weiteres Kamera-Team, diesmal von Buten un Binnen, begleitet einen unserer Verkäufer in die Neustadt. Nachmittags tagt die Leitungsrunde der Zeitschrift der Straße, um die letzten Einzelheiten der Woche zu besprechen. Dienstag, 2. Februar 2016: Heute ist Jubiläumstag – 5 Jahre Zeitschrift der Straße. Der Verkauf läuft mit unverminderter Dynamik weiter, während das studentische Kamera-Team erneut mit Starkwind zu kämpfen hat. Nachmittags reisen VertreterInnen anderer …

WIR SIND 5 JAHRE!

Die Zeitschrift der Straße feiert Jubiläum. Nicht alles lief wie geplant. Aber vieles besser als erwartet. Wir sind eben ein Lernprojekt – heute wie damals   Am 2. Februar 2011 lag sie endlich vor uns: Die erste Ausgabe der Zeitschrift der Straße. Zwei Jahre Arbeit, bisweilen ungewöhnliche Kooperationen, viel Zeit und auch einige Nerven hatte sie uns gekostet. Das Foto oben zeigt den Verkaufsstart mit Bertold Reetz (links) und den VerkäuferInnen Kati und Kai (†2015). Kaum einer von uns hätte gedacht, wohin sie uns führen würde: Knapp 300.000 Hefte haben unsere Straßenverkäuferinnen und -verkäufer bislang an Mann und Frau gebracht, Tausende Bremerinnen und Bremer kaufen regelmäßig bei ihnen. Viele Leserinnen und Leser sammeln die Ausgaben als journalistischen Stadtplan. Die gedruckten Auflagen zahlreicher Ausgaben sind ausverkauft. Die Versuchung ist groß, die Geschichte der Zeitschrift der Straße als souveräne Erfolgsstory zu erzählen und dabei alle Irrungen und Beinahe-Pleiten der letzten Jahre unter den Tisch fallen zu lassen. Doch das wäre nur die halbe Wahrheit. Bremens Straßenmagazin ist nicht nur ein Sozialprojekt, sondern auch ein Lernprojekt für Studierende …