Alle Artikel in: Meldung

KÄLTE, HILFE, WOHNUNGSLOSE, FLÜCHTLINGE

Am 5. Januar posteten wir auf und einen Aufruf, besonders in der kalten Jahreszeit mit offenen Augen durch die Stadt zu gehen, auf ausgekühlte Menschen und Draußenschläfer zu achten und ihnen ggf. Hilfe zu leisten. Der Aufruf, den wir eigentlich schon im November letztes Jahr verfasst und auf unserer Website veröffentlicht hatten, wurde innerhalb von zwei Tagen über 5000 Mal aufgerufen. Für unsere Verhältnisse ist das eine hohe Zahl, die wohl dadurch zustande kam, dass wir dem Aufruf den Bericht über eine erfrorene obdachlose Frau in Düsseldorf beigefügt hatten (siehe Foto oben). In der Folge erreichten uns einige Nachfragen und Kommentare zu dem Aufruf. Sinngemäß ging es darum, warum im reichen Deutschland eigentlich noch immer Menschen auf der Straße leben (müssen) und ob der Staat da nicht genug tue, weil er zu sehr mit Flüchtlingen beschäftigt sei. Zur Frage, warum Menschen auf der Straße leben, ist im Magazin ‚brand eins‘ im Jahr 2012 ein Artikel erschienen, der einige der Gründe darlegt und vor allem deutlich macht, warum Wohnungslosigkeit nur  unzureichend mit fehlendem Wohnraum …

FROHE FESTTAGE UND EIN GUTES NEUES JAHR

In den turbulenten letzten Wochen haben wir uns Mühe gegeben, das Wesentliche nicht aus dem Blick zu verlieren: Weihnachten, Fest der Liebe und Mitmenschlichkeit. Im Mittelpunkt standen auch dieses Jahr wieder unsere rund 80 Verkäuferinnen und Verkäufer, die bei niedrigen Temperaturen und oft widrigen Bedingungen viele Stunden draußen stehen, um die Zeitschrift der Straße anzubieten. Aus den Händen unseres fürsorglichen Vertriebsteams erhielten sie schon am 21. Dezember ihre Weihnachtsgeschenke: warme Mützen, Schals und Handschuhe, Süßigkeiten und – bei vielen am wichtigsten – Tabak. Das Geld für die Weihnachtsgeschenke hatten wir in den Wochen zuvor von großzügigen Spenderinnen und Spendern erhalten (Spenden können wir übrigens auch weiterhin gut gebrauchen; hier geht’s zum Spendenformular). Die Weihnachtsgeschenke wurden von unserem studentischen Marketing-Team der Hochschule Bremerhaven in einer konzertierten Aktion beschafft und verpackt. Als Treibstoff dienten dem Team beträchtliche Mengen Weihnachtsgebäck und Tee. Schon am 5. Dezember fand die gemeinsame Weihnachtsfeier  von Redaktion, Vertrieb, Marketing und Leitungsteam statt. Wenn Sie beim Betrachten der Fotos Lust bekommen haben, selber bei der Zeitschrift der Straße mitzuwirken, gehen Sie ins neue Jahr …

SCHNELLE SPENDE = DOPPELTE SPENDE

Am Montag, den 19. Dezember, ab 10 Uhr morgens können Sie der Zeitschrift der Straße und ihren Straßenverkäufern mit Ihrer Spende doppelt so viel helfen!   Denn die Spendenplattform Betterplace.org, über die wir alle On-Spenden abwickeln, verdoppelt Ihre Spende! Das tut Betterplace.org allerdings nicht unbegrenzt. Alle Einzelspenden (bis zu 200 Euro), die über Betterplace.org für die Zeitschrift der Straße oder eines der ca. 50 weiteren teilnehmenden Projekte eingehen, werden solange verdoppelt, bis eine Gesamtsumme von 10.000 Euro erreicht ist. Deshalb ist die Aktion ein Spendens: nur die schnellsten Spenden werden verdoppelt. Möchten Sie uns mit Ihrer Spende doppelt helfen? Dann spenden Sie am 19. Dezember gleich um 10 Uhr morgens. Nutzen Sie dafür bitte unsere Projektseite bei Betterplace.org, damit Ihre Spende auch wirklich am Spendens teilnimmt: http://zeitschriftderstrasse.betterplace.org/ Übrigens können Sie auf der Projektseite auswählen, welchem Zweck Ihre Spende dienen soll. Dort berichten wir auch nach dem Ende des Spendenss vom Ergebnis des Tages. Bitte erzählen Sie anderen von der Aktion und teilen Sie diesen Aufruf in den sozialen Netzwerken, damit wir in der Weihnachtszeit vor …

NEU: STADTPLAN ALLER ZDS-AUSGABEN

Seit Anfang Dezember bietet diese Website einen besonderen Service zur Orientierung in Bremen und in unserem Archiv: einen digitalen, interaktiven Stadtplan, auf dem alle Orte markiert sind, zu denen seit Anfang 2011 eine Ausgabe der Zeitschrift der Straße erschienen ist. Über die Markierungen können die jeweiligen Ausgaben direkt auf den Bildschirm geholt werden – sofern sie auf der Straße ausverkauft sind. Ansonsten wird zum Editorial und Inhaltsverzeichnis verlinkt. Möglich wird dieser Service durch das redaktionelle Konzept der Zeitschrift der Straße: jede Ausgabe widmet sich monothematisch einer Straße oder einem Ort in der Hansestadt. Mit diesem Ansatz ist das Bremer Straßenmagazin weltweit einzigartig. Das digiale Kartenmaterial stellt das nichtkommerzielle Projekt OpenStreetMap (OSM) kostenlos zur Verfügung. An der Erstellung der Kartendaten haben bereits mehr als 2,5 Millionen Freiwillige mitgewirkt. Auch in Bremen gibt es eine OSM User Group. In Ausgabe #33 FALKENSTRASSE und on haben wir über sie berichtet. Im nächsten Entwicklungsschritt werden wir einen digitalen sozialen Stadtplan für Bremen erstellen, auf dem unterschiedliche Hilfsangebote ebenso abgebildet sein werden wie Möglichkeiten, sich freiwillig sozial zu engagieren. Die …

GEHT DURCH BREMEN MIT OFFENEN AUGEN!

Auf der Straße zu leben ist hart. Aber zu Beginn des Winters wird es für viele Obdachlose noch härter – im schlimmsten Fall lebensgefährlich.   Im Idealfall werden Menschen gar nicht erst obdachlos. Aber es passiert, und zwar Tausenden, in Deutschland. Als Vertriebskoordinator der Zeitschrift der Straße werde ich häufig von Freunden und Bekannten gefragt: Was kann ich tun in der kalten, nassen Jahreszeit? Wie kann ich helfen, wenn ich Obdachlosen auf der Straße begegne? Ganz klar, eine Tasse heißen Kaffee oder etwas Geld können nicht schaden. Wenn es sich um einen Verkäufer der Zeitschrift der Straße hant, kauft ihm ein oder zwei Hefte ab. Ihr könnt die Person auch fragen, ob sie Hilfe benötigt; menschenfreundliche Ansprache ist immer gut. Aber ich möchte davor warnen, zu meinen, das wäre genug. Man sollte immer gucken, ob man mehr tun kann. Wer einen Obdachlosen im Winter auf der Straße schlafen sieht, kann den Rettungsdienst (112) alarmieren. Lieber einmal zu viel angerufen haben, als einen möglicherweise erfrierenden Menschen auf der Straße allein zu lassen. Auch der Verein für …

ABSCHIED NEHMEN AM 20. NOVEMBER

Wenn obdachlose Menschen sterben, werden sie meist anonym bestattet, den genauen Ort kennen nur die Behörden. So war es lange Zeit auch in Bremen, bis der Verein für Innere Mission vor vier Jahren eine Urnengrabstätte auf dem Waller Friedhof eingerichtet hat (Foto). Hier werden Menschen, die weder ein Obdach noch Angehörige hatten, würdevoll bestattet. Ihre Namen sind auf steinernen Büchern verewigt, die zu beiden Seiten des Grabsteins stehen. „Solch ein Begräbnis verleiht dem Tod der Wohnungslosen eine Würde, die sie im Leben oft genug nicht erfahren durften“, sagt Bertold Reetz, Leiter der Wohnungslosenhilfe des Vereins. Finanziert werden konnte die Grabstätte durch private Spenden und mithilfe der Stadt. Am Sonntag, 20. November 2016, wird wieder in einem Gottesdienst an die Verstorbenen erinnert. Zu der jährlich stattfindenden Veranstaltung werden rund 130 Gäste erwartet, darunter Freunde und Bekannte der Verstorbenen. Aber auch interessierte Bürger, die die Verstorbenen würdigen möchten, sind zu der Feier herzlich eingeladen. Gottesdienst zum Gedenken an die verstorbenen wohnungslosen Menschen in Bremen: Sonntag, 20. November 2016, 11 Uhr Kapelle des Friedhofs Walle Waller Friedhofstraße, 28219 …

UNI DER STRASSE: AUF EIN NEUES

Die Uni der Straße (UdS) startet ins Wintersemester. Vorab sprachen wir mit Cory Patterson, dem Koordinator dieses besonderen Bildungsangebots.   Neugierig auf die Uni der Straße? Hier geht’s zu den Veranstaltungen des Wintersemesters und zur Anmeldung. Alle Veranstaltungen sind kostenlos und offen für jede und jeden.   Im Sommer ging die UdS mit einem Probesemester an den Start. Was lief besonders gut? Sehr gut angenommen wurden die Workshops, allen voran „Trommeln für den Widerstand“ mit einer Action-Samba-Gruppe, die auf Demonstrationen spielt. Die haben die Instrumente und Kommandozeichen erklärt, und dann haben die Teilnehmer einen einfachen Rhythmus einstudiert, den sie mit der Sambagruppe am Ende des Workshops auch draußen auf der Straße gespielt haben. Das hat echt Spaß gemacht! Toll angenommen wurde auch die „Einführung ins Darstellende Spiel“ mit einer Lehrerin, mit der wir praktische Übungen gemacht und Dialoge einstudiert haben. Das kam so gut an, dass wir in diesem Semester erneut „Darstellendes Spiel“ anbieten. Wo gab es Probleme? Einige Veranstaltungen waren schwach besucht, weil die Themen für die Hauptzielgruppe offenbar nicht interessant waren. Deshalb haben …

HELFEN SIE MIT: BREMER STRASSEN FÜR 2017

Ihre Stadtkenntnis ist gefragt. Wir suchen Bremer Straßen und Orte für unsere nächsten Ausgaben   Seit Anfang 2011 thematisiert die Zeitschrift der Straße in jeder Ausgabe eine Straße bzw. einen Ort in Bremen. Sie beschäftigt sich mit den Menschen, die sich an den Orten aufhalten, und mit dem Leben auf den Straßen. Die Zeitschrift der Straße erzählt Geschichten, die es nirgendwo sonst zu lesen gibt. Inzwischen ist auf diese Weise ein „journalistischer Stadtplan“ in 42 Teilen entstanden, und fast monatlich kommt ein neuer hinzu. Die meisten Ausgaben unserer Zeitschrift können Sie on lesen (Rubrik LESEN im Hauptmenü). Für 2017 sind wir noch auf der Suche nach Straßen und Orten mit Potenzial, um ihnen Ausgaben zu widmen. Ob eine Straße „schön“ oder ein Ort „bedeutend“ ist, spielt für uns keine Rolle. Meist sind es unscheinbare, etwas abgelegene Straßen, die mit Überraschungen aufwarten. Möchten Sie uns eine Straße oder einen Ort vorschlagen? Dann teilen Sie uns mit, worin Sie das Potenzial dieser Straße bzw. dieses Ortes sehen. Welche Geschichten gibt es dort zu entdecken und zu erzählen? …

INFO-ABEND UND KENNENLERNEN

Wie entsteht eigentlich eine Ausgabe der Zeitschrift der Straße? Wie gelangt sie in den Straßenverkauf? Wie werden die StraßenverkäuferInnen unterstützt? Wie sieht das Vertriebsbüro aus? Welche Projekte hat das Team der Zeitschrift der Straße für die nächste Zeit in der Pipe? Welche Möglichkeiten bietet die Zeitschrift für freiwilliges Engagement? Am Donnerstag, den 27. Oktober 2016, ab 17 Uhr erhalten Sie Antworten auf diese und weitere Fragen. Der Freundeskreis der Zeitschrift der Straße lädt alle Interessierten ein zu einer Info-Veranstaltung ins Café Papagei (Auf der Brake 2, 28195 Bremen). VertreterInnen von Redaktion, Vertrieb, Marketing und auch der Uni der Straße stellen ihre Arbeitsbereiche vor und stehen danach in lockerer Runde bei Snacks und Getränken für Gespräche zur Verfügung. Natürlich freut sich der Freundeskreis auch über neue Mitglieder und bietet die Möglichkeit, während des Abends beizutreten. Wir freuen uns darauf, Sie zu dem Treffen begrüßen zu dürfen. Damit wir besser planen können, bitten wir Sie um eine unverbindliche Anmeldung. Tut uns leid, die Anmeldung ist inzwischen geschlossen.

KOMMEN SIE IN UNSER VERTRIEBSTEAM!

Sie kennen und lieben die Zeitschrift der Straße? Sie wissen, dass Bremens Straßenmagazin von Studierenden als Lernprojekt erstellt wird? Sie haben vielleicht sogar Ihre Stammverkäuferin bzw. Ihren Stammverkäufer in der Stadt? Dann fragen Sie sich vielleicht, wie die StraßenverkäuferInnen eigentlich an die Hefte kommen, die sie verkaufen, und wer die VerkäuferInnen betreut. Die Antwort auf fast alles ist (und hat) unser Vertriebsteam! Es besteht aus knapp einem Dutzend Ehrenamtlicher im Alter zwischen 20 und 70 Jahren. In zwei Schichten pro Tag zu je drei Stunden betreiben sie das Vertriebsbüro in der Innenstadt. Was bedeutet das? Im Mittelpunkt steht immer der Kontakt mit den StraßenverkäuferInnen, die das Büro aufsuchen, um Hefte für 90 Cent zu kaufen, die sie anschließend auf der Straße für 2 Euro anbieten. Das Vertriebsteam prüft Verkäuferausweise, gibt Hefte aus, kassiert das Geld, trägt den Umsatz in eine Datenbank ein und macht am Ende der Schicht eine Abrechnung. Neuen VerkäuferInnen werden die Verkaufsregeln erklärt und Ausweise ausgestellt. Ebenso wichtig wie der Heftverkauf sind die Gespräche mit den VerkäuferInnen, die mit ihren Sorgen und …