Meldung

IM KREIS DER FREUNDE

Damit die Zeitschrift der Straße auch langfristig ihre gesellschaftliche Rendite erbringen kann, braucht sie Ihre Unterstützung als Mitglied im neu gegründeten Freundeskreis.

 

Die Zeitschrift der Straße ist zu gleichen Teilen ein Medienprojekt für Bremen, ein Sozialprojekt für Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen und ein Lernprojekt für Studierende. Diesen Dreiklang betonen wir bei jeder Gelegenheit in der Hoffnung, dass die Besonderheit unseres Straßenmagazins deutlich wird.

Sozialprojekt

Eine der Konsequenzen dieses Dreiklangs sind seine Kosten. Wäre die Zeitschrift der Straße ein gewöhnliches kommerzielles Produkt und kein Sozialprojekt, würden wir sie nicht auf der Straße, sondern über Kioske verkaufen. Zweifellos wäre dank der vertrauteren und bequemeren Kaufsituation der Absatz deutlich höher. Wir könnten also in höherer Auflage drucken, was die Druckkosten pro Exemplar senken würde. Außerdem liegt die Zeitschriftenprovision in Kiosken bei 10-15% des Verkaufspreises, während unsere Straßenverkäuferinnen und -verkäufer 55% erhalten.

Lernprojekt

Wäre die Zeitschrift der Straße ein gewöhnliches kommerzielles Produkt und nicht auch noch ein Lernprojekt, müssten wir zwar auf Studierende als ‚kostenlose‘ MitarbeiterInnen verzichten. Dafür würden wir aber eine sehr viel höhere Routine und Effizienz in den Abläufen erreichen. Denn das ständige Kommen und Gehen von Studierenden ist mit hohem Einarbeitungs- und Betreuungsaufwand verbunden. Unser früherer Chefredakteur Armin Simon schätzte 2014 die Kosten einer reinen Profi-Redaktion um ein Drittel niedriger pro Heft als die Kosten, die uns durch Schreibwerkstätten und individuelles Schreibcoaching entstehen.

Dreifache gesellschaftliche Rendite

Zum Glück muss die Zeitschrift der Straße keinem Investor eine marktübliche finanzielle Rendite abliefern, sondern nur ihre eigenen Kosten decken. Rendite „erwirtschaftet“ unser Straßenmagazin aber dennoch:

  • als Medienprojekt schafft sie eine „Heimatrendite“, indem Bremerinnen und Bremer ihre Stadt anders – vielleicht auch besser – sehen, kennen und schätzen lernen;
  • als Sozialprojekt ermöglicht sie eine „soziale Rendite“ in Form von Einkommen, Tagesstruktur, Anerkennung und Zugehörigkeit für einige der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft;
  • als Lernprojekt liefert sie eine „Bildungsrendite“ in Form besserer Fach-, Sozial- und Selbstkompetenzen sowie prägender Erfahrungen mit zivilgesellschaftlichem Engagement für junge Menschen, die künftig die Geschicke der Gesellschaft mitbestimmen werden.

Damit die Zeitschrift der Straße ihre dreifache gesellschaftliche Rendite auch langfristig erbringen kann, sind wir auf Spenden angewiesen. Regelmäßige Spenden verringern unsere Abhängigkeit von den oft stark schwankenden Straßenverkäufen und verschaffen uns Spielräume für die Weiterentwicklung. Das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt erzielt die Hälfte seiner gesamten Einnahmen aus Spenden. Wir liegen gerade einmal bei 5%.

Freundeskreis

Um das zu ändern, laden wir Sie ein, dem Freundeskreis der Zeitschrift der Straße beizutreten und unser Medien-, Sozial- und Lernprojekt durch einen Mitgliedsbeitrag von 8 Euro pro Monat oder den Preis einer Zigarette (26 Cent) pro Tag zu unterstützen. Die FreundInnen sind näher dran am Geschehen dank eigener Freundeskreis-Rundschreiben sowie Treffen mit Gleichgesinnten und den MacherInnen von Bremens außergewöhnlichem Straßenmagazin. Alles Weitere finden Sie hier. Wir freuen uns auf Sie.

 

Text & Bildmotiv: Michael Vogel