LOGO

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Das Logo der Zeitschrift der Straße, was stellt es dar? Abstrakte Grafik? Oder 7. auf dem Kopf stehend mit einer römischen II auf der Seite liegend („7. Februar“)? Oder ein stilisiertes Z und ein Gleichheitszeichen („Die Zeitschrift setzt sich für Gleichheit ein“)? Oder ein stilisiertes Z über Fahrbahnbegrenzungen („Zeitschrift + Straße“)? Oder ein Gesicht mit Auge, Nase und Mund („Die Zeitschrift zeigt das Gesicht der Straße“)? Oder die Bremer Stadtmusikanten mit Punkt = Hahn, Winkel = Katzenbuckel und zwei Strichen = Hund und Esel? Dies und mehr haben Menschen im Logo der Zeitschrift der Straße schon gesehen.

Auch der Designer unseres Logos, Glen Swart, mochte sich nicht auf eine einzige Deutung festlegen, wie seine Skizzen zeigen. Vielmehr spielte er mit Bedeutungsverschiebungen, indem er das Logo unterschiedlichen Kontexten aussetzte (siehe unten).

Mehrdeutigkeit ist wohl eine der Stärken des Symbols, das seit Anfang 2015 die Titelseite jeder Ausgabe ziert. Unsere studentischen Redakteurinnen und Redakteure müssen mit Mehrdeutigkeit umgehen, wenn sie über Straßen und Orte recherchieren und Beobachtungen, Erlebnisse und Begegnungen in Artikeln und Bildern verarbeiten. Und Mehrdeutigkeit zeigt sich auch in den Konflikten rund um den Umgang mit Menschen am Rande der Gesellschaft, wie z.B. Obdachlosen, Drogenabhängigen und Flüchtlingen.

Mehrdeutigkeit zuzulassen und zu akzeptieren ist gleichbedeutend mit Toleranz, dem Erfolgsgeheimnis des friedlichen und respektvollen Miteinanders. Allein schon deshalb verzichten wir darauf, dem Logo der Zeitschrift der Straße eine bestimmte Bedeutung zuzuschreiben. Wären wir aber gezwungen, uns festzulegen, könnten wir mit der Deutung des Logos als Zeichen für Toleranz sicher gut leben.

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Skizzen, Illustrationen und Fotos: Glen Swart