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	<title>Zeitschrift der Straße &#8211; Die Zeitschrift Der Straße</title>
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	<description>Das Bremer Straßenmagazin</description>
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		<title>&#8222;Das ist oft berührend&#8220;</title>
		<link>https://zeitschrift-der-strasse.de/das-ist-oft-beruehrend/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Feb 2017 17:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meldung]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamtliche]]></category>
		<category><![CDATA[Petra Kettler]]></category>
		<category><![CDATA[Vertriebsbüro]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitschrift der Straße]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Gespräch mit Petra Kettler, der neuen Vertriebskoordinatorin der Zeitschrift der Straße Wie sahen deine ersten Tage als Vertriebskoordinatorin aus? Ich habe vor allem viel mit den ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen gesprochen. Wir haben Verbesserungsvorschläge gesammelt und Dinge angesprochen, die bei der Arbeit stören. Da konnte ich einiges herauslocken, das sie von sich aus vielleicht nicht gesagt hätten. Zum Beispiel? Das Büro war manchmal etwas schmuddelig. Das Reinigungsunternehmen ist nur für die Fußböden und Toiletten zuständig. Alles andere müssen wir aber selbst sauber halten. Wenn man das weiß, wischt man den Kaffeefleck eben schnell mal weg. Das ist ja nicht weiter schlimm. Wie erlebst du die Stimmung im Vertriebsteam? Alle stehen voll hinter dem Projekt! Es ist ja kein gewöhnliches Ehrenamt: Man hat Kontakt mit Menschen, mit denen man sonst eher wenig zu tun hat. Wir schnacken viel mit unseren Verkäufern, sofern die Sprache das zulässt, und erfahren viel aus ihrem Leben. Das ist oft berührend. Was gehst du als nächstes an? Im Büro bin ich dabei, die Dinge ein wenig zu ordnen – Strukturen &#8230;]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Ein Gespräch mit Petra Kettler, der neuen Vertriebskoordinatorin der Zeitschrift der Straße</h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie sahen deine ersten Tage als Vertriebskoordinatorin aus?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe vor allem viel mit den ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen gesprochen. Wir haben Verbesserungsvorschläge gesammelt und Dinge angesprochen, die bei der Arbeit stören. Da konnte ich einiges herauslocken, das sie von sich aus vielleicht nicht gesagt hätten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Beispiel?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Büro war manchmal etwas schmuddelig. Das Reinigungsunternehmen ist nur für die Fußböden und Toiletten zuständig. Alles andere müssen wir aber selbst sauber halten. Wenn man das weiß, wischt man den Kaffeefleck eben schnell mal weg. Das ist ja nicht weiter schlimm.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie erlebst du die Stimmung im Vertriebsteam?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Alle stehen voll hinter dem Projekt! Es ist ja kein gewöhnliches Ehrenamt: Man hat Kontakt mit Menschen, mit denen man sonst eher wenig zu tun hat. Wir schnacken viel mit unseren Verkäufern, sofern die Sprache das zulässt, und erfahren viel aus ihrem Leben. Das ist oft berührend.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was gehst du als nächstes an?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Büro bin ich dabei, die Dinge ein wenig zu ordnen – Strukturen zu schaffen ist nämlich mein Steckenpferd. Bislang hat jeder im Team die Sachen woanders abgelegt. Dadurch war es manchmal schwer, Listen oder Informationsblätter schnell wiederzufinden. Das wird jetzt etwas systematischer. Dann werde ich schon bald auf die Straße gehen zu unseren Verkäufern und Probleme ansprechen und versuchen, Konflikte zu entschärfen, wenn es welche gibt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gibt es derzeit konkrete Probleme?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wir hören von ein bisschen Wildwuchs, einige sollen die Zeitschrift der Straße ohne Ausweis verkaufen. Diejenigen werde ich ansprechen und ihnen etwas strenger sagen: So geht es nicht! Ob wir es dadurch in den Griff kriegen, muss man sehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie bist du zur Zeitschrift der Straße gekommen?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich 2016 erfuhr, dass ehrenamtliche Helfer für das Vertriebsteam gesucht wurden, habe ich hier angefangen und ein, zwei Tage pro Woche die Zeitschriften an die Verkäufer ausgegeben, mit ihnen geklönt und so weiter. Das macht mir viel Spaß, und als dann die bezahlte Stelle ausgeschrieben wurde, habe ich mich beworben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Und die Jahre davor?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Tja, wo soll ich anfangen? Die letzten drei Jahre habe ich nicht gearbeitet, davor war ich fünf Jahre lang Koordinatorin in der Behindertenhilfe des Martinsclubs. Davor wiederum habe ich etwas ganz anderes gemacht: Ich war 17 Jahre lang bei einer Bank beschäftigt. Und gelernt habe ich nach der Schule Zahnarzthelferin – so kommt man zur Zeitschrift der Straße! Zwischen meinen beruflichen Stationen habe ich mich viele Jahre ganz der Familie gewidmet. Länger als ursprünglich geplant, denn unser Sohn ist im Alter von vier Jahren schwer erkrankt. Ich habe ihn dann 17 Jahre lang gepflegt, vor drei Jahren ist er gestorben. Nach einer Auszeit habe ich mir gesagt: Jetzt orientiere ich mich noch einmal neu – und habe die <em>Zeitschrift der Straße</em> gefunden. Das ist genau das, was ich machen möchte!</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td>Fragen: <br /><em>Philipp Jarke</em></td><td>Foto: <br /><em>privat</em></td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/46-wachmannstrasse/"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/03/cover_46.jpg" alt="" class="wp-image-11876" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/03/cover_46.jpg 1200w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/03/cover_46-300x200.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/03/cover_46-840x560.jpg 840w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>
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		<title>Wir sind 5 Jahre!</title>
		<link>https://zeitschrift-der-strasse.de/wir-sind-5-jahre/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2016 04:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meldung]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Lernprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenmagazin]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitschrift der Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Zeitschrift der Straße feiert Jubiläum. Nicht alles lief wie geplant. Aber vieles besser als erwartet. Wir sind eben ein Lernprojekt – heute wie damals Am 2. Februar 2011 lag sie endlich vor uns: Die erste Ausgabe der Zeitschrift der Straße. Zwei Jahre Arbeit, bisweilen ungewöhnliche Kooperationen, viel Zeit und auch einige Nerven hatte sie uns gekostet. Das Foto oben zeigt den Verkaufsstart mit Bertold Reetz (links) und den Verkäufer:innen Kati und Kai (†2015). Kaum einer von uns hätte gedacht, wohin sie uns führen würde: Knapp 300.000 Hefte haben unsere Straßenverkäufer:innen bislang an Mann und Frau gebracht, Tausende Bremer:innen kaufen regelmäßig bei ihnen. Viele Leser:innen sammeln die Ausgaben als journalistischen Stadtplan. Die gedruckten Auflagen zahlreicher Ausgaben sind ausverkauft. Die Versuchung ist groß, die Geschichte der Zeitschrift der Straße als souveräne Erfolgsstory zu erzählen und dabei alle Irrungen und Beinahe-Pleiten der letzten Jahre unter den Tisch fallen zu lassen. Doch das wäre nur die halbe Wahrheit. Bremens Straßenmagazin ist nicht nur ein Sozialprojekt, sondern auch ein Lernprojekt für Studierende und junge Berufsanfänger, dessen Erfolg sich an &#8230;]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Die Zeitschrift der Straße feiert Jubiläum. Nicht alles lief wie geplant. Aber vieles besser als erwartet. Wir sind eben ein Lernprojekt – heute wie damals</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. Februar 2011 lag sie endlich vor uns: Die erste Ausgabe der <em>Zeitschrift der Straße</em>. Zwei Jahre Arbeit, bisweilen ungewöhnliche Kooperationen, viel Zeit und auch einige Nerven hatte sie uns gekostet. Das Foto oben zeigt den Verkaufsstart mit Bertold Reetz (links) und den Verkäufer:innen Kati und Kai (†2015).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaum einer von uns hätte gedacht, wohin sie uns führen würde: Knapp 300.000 Hefte haben unsere Straßenverkäufer:innen bislang an Mann und Frau gebracht, Tausende Bremer:innen kaufen regelmäßig bei ihnen. Viele Leser:innen sammeln die Ausgaben als journalistischen Stadtplan. Die gedruckten Auflagen zahlreicher Ausgaben sind ausverkauft.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2016/01/Vorbereitungskreis-2010.jpg" rel="attachment wp-att-6699"><img decoding="async" width="800" height="500" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2016/01/Vorbereitungskreis-2010.jpg" alt=" Vorbereitungskreis der Zeitschrift der Straße im Herbst 2010, vier Monate vor Erscheinen der ersten Ausgabe" class="wp-image-6699" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2016/01/Vorbereitungskreis-2010.jpg 800w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2016/01/Vorbereitungskreis-2010-300x188.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2016/01/Vorbereitungskreis-2010-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Vorbereitungskreis der Zeitschrift der Straße im Herbst 2010, vier Monate vor Erscheinen der ersten Ausgabe</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die Versuchung ist groß, die Geschichte der <em>Zeitschrift der Straße</em> als souveräne Erfolgsstory zu erzählen und dabei alle Irrungen und Beinahe-Pleiten der letzten Jahre unter den Tisch fallen zu lassen. Doch das wäre nur die halbe Wahrheit. Bremens Straßenmagazin ist nicht nur ein Sozialprojekt, sondern auch ein Lernprojekt für Studierende und junge Berufsanfänger, dessen Erfolg sich an anderen Kriterien bemisst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich war es eine pädagogische Idee, die 2009 den Impuls zur Entwicklung der <em>Zeitschrift der Straße</em> gab: die Idee, dass Lernaktivitäten von Studierenden umso wertvoller sind, je mehr sie auch der Allgemeinheit dienen. Diese Idee ist noch immer grundlegend für das Funktionieren der Zeitschrift. Denn Studierende unterschiedlicher Fachgebiete – aus den Bereichen Journalistik, Design, Tourismusmanagement und Gesundheitswissenschaften etwa – finden hier eine Lernumgebung, in der sie tun können, was sie für ihr Studium ohnehin tun müssen. Bei der <em>Zeitschrift der Straße</em> aber haben ihre Lernaktivitäten reale Konsequenzen, nützen anderen Menschen und entfalten gesellschaftliche Wirkung. Learning by doing good.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2016/01/ZdS-Team-2013.jpg" rel="attachment wp-att-6695"><img decoding="async" width="1200" height="800" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2016/01/ZdS-Team-2013.jpg" alt="Gruppenbild mit Zeitschrift der Straße: Hochschulteam im Sommer 2013 (Foto: Björn Wiedenroth)" class="wp-image-6695" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2016/01/ZdS-Team-2013.jpg 1200w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2016/01/ZdS-Team-2013-300x200.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2016/01/ZdS-Team-2013-768x512.jpg 768w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2016/01/ZdS-Team-2013-1024x683.jpg 1024w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2016/01/ZdS-Team-2013-840x560.jpg 840w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Gruppenbild mit Zeitschrift der Straße: Hochschulteam im Sommer 2013 (Foto: Björn Wiedenroth)</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Rund 200 Studierende haben sich bislang bei der <em>Zeitschrift der Straße</em> engagiert. Einige von ihnen sind auf dem Gruppenfoto von 2013 zu sehen. Ihnen stehen 750 registrierte VerkäuferInnen gegenüber, denen die <em>Zeitschrift der Straße</em> Arbeit statt Almosen bietet oder zeitweise bot – und Zugehörigkeit statt Ausgrenzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sei nur angedeutet, was möglich wäre, wenn sich alle 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland gesellschaftliches Engagement auf ihr Studium anrechnen lassen könnten. Oder wenn Hochschulen gar Prüfungsleistungen mit konkretem gesellschaftlichem Mehrwert verlangen würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Zeitschrift der Straße</em> ist ein Vorstoß in diese Richtung. Sie ist das weltweit einzige Straßenmagazin, das zugleich ein Bildungsexperiment ist und sich als Übungsfeld für die Kooperation von Hochschulen und Zivilgesellschaft versteht. Nachahmung erwünscht!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td>Text &amp; Foto ganz oben:</td><td><em>Michael Vogel</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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