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	<title>Perspektivwechsel &#8211; Die Zeitschrift Der Straße</title>
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	<description>Das Bremer Straßenmagazin</description>
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	<title>Perspektivwechsel &#8211; Die Zeitschrift Der Straße</title>
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		<title>Bürgermeister Bovenschulte macht Perspektivwechsel</title>
		<link>https://zeitschrift-der-strasse.de/buergermeister-perspektivwechsel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cory Patterson]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2020 18:44:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meldung]]></category>
		<category><![CDATA[andreasbovenschule]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektivwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[sozialestadtführung]]></category>
		<category><![CDATA[stadtrungang]]></category>
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					<description><![CDATA[„Für die Zeit nach Corona wünsche ich mir, dass der Bürgermeister mal selbst eine unserer alternativen Stadtführungen mitmacht“, das sagte unser Perspektivwechsel-Tourguide Stefan Gehring im Interview für unsere aktuelle Corona-Ausgabe. Nun bekam er diesen Wunsch erfüllt.]]></description>
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<p><em>„Für die Zeit nach Corona wünsche ich mir, dass der Bürgermeister mal selbst eine unserer alternativen Stadtführungen mitmacht“</em>, das sagte unser <em>Perspektivwechsel</em>-Tourguide Stefan Gehring erst kürzlich im Interview für unsere aktuelle Corona-Ausgabe. Und ausgerechnet an seinem Geburtstag bekam er diesen Wunsch nun erfüllt.</p>



<p>Nach dem Rundgang, der <a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/perspektivwechsel/" data-type="URL" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bremen aus der Perspektive wohnungsloser Menschen</a> zeigt und seit 2017 angeboten wird, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD): <em>„Ich habe viel dazu gelernt und einen anderen Blick auf unsere Stadt entwickelt.&#8220;</em></p>



<p>Außerdem mit dabei waren Katharina Kähler, Leiterin der Wohnungslosenhilfe der Inneren Mission, unser zweiter Tourguide Reinhard &#8222;Cäsar&#8220; Spöring sowie Senatssprecher Christian Dohle.</p>



<p></p>
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		<title>Die Begegnung mit der eigenen Angst</title>
		<link>https://zeitschrift-der-strasse.de/die-begegnung-mit-der-eigenen-angst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jul 2019 19:30:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leseprobe]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektivwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtführung]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtwerder]]></category>
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					<description><![CDATA[#70 STADTWERDER – Bei der Stadtführung „Perspektivwechsel“ erzählt ein ehemaliger Obdachloser vom Leben auf der Straße. Im Juli bereits zum 100. Mal Mit sechs, erzählt Stefan Gehring, hatte er das erste Mal eine Alkoholvergiftung. „Meine Eltern haben mir den Alkoholkonsum vorgelebt“, erzählt er in ruhigem Tonfall seinen Zuhörer:innen. 19 junge Erwachsene aus Ritterhude stehen um ihn herum, sie alle kommen aus gesicherten bürgerlichen Existenzen, machen jetzt ein Freiwilliges Soziales Jahr. Und gucken nun etwas ungläubig. „Echt?“, fragt schließlich eine von ihnen. „Ja“, sagt Stefan Gehring dann, und dass er mit 13 schon im Heim war, dann Ecstasy, LSD und Marihuana konsumierte. Um ihn herum lärmt der Bahnhofsplatz, im Hintergrund riecht es leicht nach Urin. Wir stehen in der Pinkelecke der Armut. Antworten auf wichtige Fragen Seit Mai 2017 gibt es die soziale Stadtführung „Perspektivwechsel“ bei der Zeitschrift der Straße, im Juli findet sie zum 100. Mal statt. Sie erklärt, wie das Überleben auf der Straße funktioniert und wo man Hilfe finden kann. Sie führt an die Orte jener Menschen, die in Bremen auf der Straße &#8230;]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">#70 STADTWERDER – Bei der Stadtführung „Perspektivwechsel“ erzählt ein ehemaliger Obdachloser vom Leben auf der Straße. Im Juli bereits zum 100. Mal</h2>



<p>Mit sechs, erzählt Stefan Gehring, hatte er das erste Mal eine Alkoholvergiftung. „Meine Eltern haben mir den Alkoholkonsum vorgelebt“, erzählt er in ruhigem Tonfall seinen Zuhörer:innen. 19 junge Erwachsene aus Ritterhude stehen um ihn herum, sie alle kommen aus gesicherten bürgerlichen Existenzen, machen jetzt ein Freiwilliges Soziales Jahr. Und gucken nun etwas ungläubig. „Echt?“, fragt schließlich eine von ihnen. „Ja“, sagt Stefan Gehring dann, und dass er mit 13 schon im Heim war, dann Ecstasy, LSD und Marihuana konsumierte. Um ihn herum lärmt der Bahnhofsplatz, im Hintergrund riecht es leicht nach Urin. Wir stehen in der Pinkelecke der Armut.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Antworten auf wichtige Fragen</h3>



<p>Seit Mai 2017 gibt es die soziale Stadtführung „Perspektivwechsel“ bei der <em>Zeitschrift der Straße</em>, im Juli findet sie zum 100. Mal statt. Sie erklärt, wie das Überleben auf der Straße funktioniert und wo man Hilfe finden kann. Sie führt an die Orte jener Menschen, die in Bremen auf der Straße leben, drogenabhängig sind, ihr Dasein am Rande der Gesellschaft fristen. Stefan Gehring ist einer der Tourbegleiter:innen, freimütig erzählt er vom Leben in der Obdachlosigkeit, im Knast und von seiner Drogenabhängigkeit. „Ihr dürft mich alles fragen“, sagt er, „keine Frage ist zu persönlich.“ Und es ist genauso gemeint. Heute wird er substituiert, arbeitet als Bildhauer und hat ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft.</p>



<p>Wo kann man aufs Klo gehen, wenn man auf der Straße lebt, wo sich waschen, wie Post bekommen? Wie viel Geld verdient man als Flaschensammler oder auf dem Arbeiterstrich, was kostet das Leben auf der Straße, als Drogenabhängiger? Was ist einem das Wichtigste, wenn man in einer Notunterkunft lebt? Was ist der Unterschied zwischen „Stadtratten“ und „Berbern“ und ist es vielleicht besser, im Gefängnis zu sitzen als auf der Straße? All diese und noch viel mehr Fragen klärt die soziale Stadtführung. In anderen Städten gab es solche Touren schon früher: in Hamburg, Hannover und Nürnberg etwa, in Berlin oder Stuttgart.</p>


<div id="attachment_8699" style="width: 486px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8699" class="size-full wp-image-8699" src="http://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/06/Perspektivwechsel-2.png" alt="" width="476" height="700" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/06/Perspektivwechsel-2.png 476w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/06/Perspektivwechsel-2-204x300.png 204w" sizes="(max-width: 476px) 100vw, 476px" /><p id="caption-attachment-8699" class="wp-caption-text">Tourguide Stefan Gehring berichtet von seinem früheren Leben auf der Straße</p></div>


<h3 class="wp-block-heading">Vielfalt der Teilnehmer:innen</h3>



<p>Etwa 2.500 Menschen haben bisher in Bremen an einem solchen Rundgang teilgenommen, 60 Prozent der Teilnehmer:innen absolvierten ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst, 20 Prozent kamen aus Bremer Schulen, vor allem aus 8. und 9. Klassen. Unter den übrigen waren Nachbarschaften genauso wie Anwärter:innen im öffentlichen Dienst, selbst angehende Polizist:innen und Justizvollzugsbeamt:innen waren schon mal da – Menschen also, zu denen man ein gespaltenes Verhältnis hat, wenn man, wie Stefan Gehring, selbst schon zwei Jahre im Knast saß. Nur Anfragen von Einzelnen seien „schwer zu organisieren“, sagt Reinhard „Cäsar“ Spöring, der sich bei der Zeitschrift der Straße seit Anbeginn ehrenamtlich um den „Perspektivwechsel“ kümmert und die Touren begleitet. Vier bis sechs von ihnen finden jeden Monat statt, pro Gruppe kosten sie 60 Euro.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Team und die Route</h3>



<p>Mittlerweile gibt es ein zweites Team, bestehend aus Marie Adenrele und Karin Neumann, die zusammen mit Stefan Gehring die etwa zweistündigen Rundgänge führen. Vom Elefanten hinter dem Hauptbahnhof geht es zur Bahnhofsmission, zur Fachstelle Wohnen, zur Drogenberatungsstelle und zur Straffälligenbetreuung. Es geht vorbei an der Notunterkunft für Männer und der Discomeile – wo es viel um Gewalt gegen Obdachlose geht, aber auch um ihre Verdrängung – bis hin zum Café Papagei, dem Tagestreff, wo man für 2,50 Euro Mittagessen kann. Um sich das leisten zu können,  muss man zwei Ausgaben der <em>Zeitschrift der Straße</em> verkaufen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Tourbegleitung aus der Obdachlosenszene</h3>



<p>Menschen, die selbst schon mal auf der Straße gelebt haben, seien aber schwer zu motivieren, als Tourbegleiter:innen mitzumachen, sagt Cäsar. Dabei erwarten die Leute natürlich genau das: einen Obdachlosen zum Anfassen. Für den bringt diese Arbeit zwar viel positives Feedback, aber sie bedeutet auch viel Verbindlichkeit, eine feste Struktur und ein stetes Outing. „Außerdem ist man auch emotional immer dabei“, sagt Cäsar. Doch in der Szene seien die „Perspektivwechsel“-Rundgänge gut angenommen worden – „wir achten da aber auch unheimlich drauf.“ Auch deshalb führt die Tour zwar an vielen Hilfsinstitutionen vorbei, aber nicht in sie hinein. Es geht zwar um Sichtbarkeit – aber genauso um Wertschätzung und Respekt. Voyeurismus wird hier nicht bedient.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Positive Rückmeldungen</h3>



<p>Und wie kommt die Tour bei den Teilnehmer:innen an? „Ich habe viele Dinge dazugelernt und weiß jetzt auch, wie ich mich verhalten soll“, schrieb einer, dass sie nun „weniger Berührungsängste“ habe, eine andere. „Ich bin auf Dinge aufmerksam geworden, über die ich vorher noch nicht nachgedacht habe“, sagte einer, oder dass es „super“ gewesen sei, dass Stefan dabei war. Ob es nun zu einer Veränderung komme? „Auf leisen Sohlen, vielleicht …“, antwortete einer. Es gab aber auch schon Schulen, die nach so einer Führung Klamotten gesammelt haben, ihr Lehrer kam dann mit einem vollgepackten Auto vorgefahren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Auszeichnung und Fortschritte</h3>



<p>Soeben wurden die Perspektivwechsel-Touren von der Sparkassen-Initiative „Gemeinsam gut“ ausgezeichnet und mit 1.250 Euro gefördert. Mit der Stadtteilinitiative wird seit 2014 herausragendes Engagement in den Stadtteilen unterstützt, rund 500 Projekte wurden bisher gefördert. Die Initiativen werden mit insgesamt 18.250 Euro pro Stadtteil bedacht, ein Projekt kann bis zu 2.500 Euro erhalten. Mit dem Geld werden nun neue Headsets und Mikrofone beschafft, mit Taschenempfängern und Kopfhörern für die Teilnehmer:innen. Denn das Leben auf der Straße, rund um den Bahnhof, ist auch sehr laut.</p>



<p>Wie viele Obdachlose schaffen es eigentlich zurück in ein geregeltes Leben, mit einer Wohnung und alledem? Auch das ist eine Frage, die bei jedem Besuch aufkommt. Der frühere Leiter der Bremer Bahnhofsmission, die heute 55.000 Kontakte im Jahr zählen, erinnert sich an etwa zwei Handvoll – in 20 Jahren. Immerhin: Stefan Gehring könnte einer von ihnen sein. Dass er heute einen Ein-Euro- Job hat, „ist eigentlich eher ein kleiner Schritt“, sagt er, „aber es ist ein großer Schritt zurück in die Selbstständigkeit.“</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td>Text und Fotos: </td><td><em>Jan Zier</em></td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/70-stadtwerder/"><img decoding="async" width="1200" height="800" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/07/cover_70.jpg" alt="" class="wp-image-11949" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/07/cover_70.jpg 1200w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/07/cover_70-300x200.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/07/cover_70-840x560.jpg 840w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Rundgänge gegen das Unwissen</title>
		<link>https://zeitschrift-der-strasse.de/rundgaenge-gegen-das-unwissen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Sep 2017 13:10:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meldung]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektivwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtführung]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit Mai bietet die Zeitschrift der Straße eine Tour an, die Bremen aus der Perspektive wohnungsloser Menschen zeigt. Zeit für eine erste Bilanz mit dem Initiator Reinhard &#8222;Cäsar&#8220; Spöring Interessieren sich die Leute für soziale Stadtführungen in Bremen? Reinhard Spöring: Ja! Die Bremer Schulbehörde und das Landesinstitut für Schule haben gerade eine offizielle Empfehlung an alle Bremer Schulen herausgegeben, unsere Stadtrundgänge im Unterricht zu berücksichtigen. Die Hochschule für öffentliche Verwaltung wird die Perspektivwechsel-Führung ab dem Wintersemester auf freiwilliger Basis anbieten. Das niedersächsische Bildungswerk aus Osterholz-Scharmbeck hat bereits eine Tour absolviert, die Hochschule Bremen für den Studiengang „Soziale Arbeit“ zwei Touren im Sommersemester 2018 gebucht. Und auch die Diakonie und der soziale Friedensdienst haben Interesse angemeldet. Wie viele Perspektivwechsel-Touren habt ihr bisher schon gemacht? RS: Bislang gab es fünf Touren mit insgesamt rund 100 TeilnehmerInnen, die vorwiegend aus der achten und neunten Klasse kamen. Wie fällt deine Bilanz aus? RS: Unsere vorherige Einschätzung, dass genau dieses Angebot in Bremen gefehlt hat, scheint sich zu bestätigen. Darauf deuten auch viele Reaktionen derjenigen Leute hin, mit denen ich &#8230;]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Seit Mai bietet die Zeitschrift der Straße eine Tour an, die Bremen aus der Perspektive wohnungsloser Menschen zeigt. Zeit für eine erste Bilanz mit dem Initiator Reinhard &#8222;Cäsar&#8220; Spöring</h2>



<h3 class="wp-block-heading"><span style="color: #ff0000;">Interessieren sich die Leute für soziale Stadtführungen in Bremen?</span></h3>



<p>Reinhard Spöring: Ja! Die Bremer Schulbehörde und das Landesinstitut für Schule haben gerade eine offizielle Empfehlung an alle Bremer Schulen herausgegeben, unsere Stadtrundgänge im Unterricht zu berücksichtigen. Die Hochschule für öffentliche Verwaltung wird die Perspektivwechsel-Führung ab dem Wintersemester auf freiwilliger Basis anbieten. Das niedersächsische Bildungswerk aus Osterholz-Scharmbeck hat bereits eine Tour absolviert, die Hochschule Bremen für den Studiengang „Soziale Arbeit“ zwei Touren im Sommersemester 2018 gebucht. Und auch die Diakonie und der soziale Friedensdienst haben Interesse angemeldet.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><span style="color: #ff0000;">Wie viele Perspektivwechsel-Touren habt ihr bisher schon gemacht?</span></h3>



<p>RS: Bislang gab es fünf Touren mit insgesamt rund 100 TeilnehmerInnen, die vorwiegend aus der achten und neunten Klasse kamen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><span style="color: #ff0000;">Wie fällt deine Bilanz aus?</span></h3>



<p>RS: Unsere vorherige Einschätzung, dass genau dieses Angebot in Bremen gefehlt hat, scheint sich zu bestätigen. Darauf deuten auch viele Reaktionen derjenigen Leute hin, mit denen ich vorab gesprochen habe. Sätze wie: „Toll, dass sich die Zeitschrift der Straße jetzt auch um dieses Thema kümmert“ waren da immer wieder zu hören.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><span style="color: #ff0000;">Was wollen die TeilnehmerInnen von Euch wissen?</span></h3>



<p>RS: Bei den jungen Leuten ist festzustellen, dass sie sehr häufig gar keine Ahnung von den sozialen Problemen gerade in Bremen haben. Sehr häufig wird gefragt: „Wie wird man obdachlos?“, auch Fragen zu Problemen mit Abhängigkeitserkrankungen und Sucht ganz allgemein werden häufig gestellt. In zwei Klassen wurden zusätzlich Besuche an der Schule organisiert, um das Thema aus der Sicht von Betroffenen zu bearbeiten und mehr darüber zu erfahren. Fragen wie: „Was kann ich tun?“ oder „Was muss geschehen?“ kamen zwar zaghaft – aber sie kamen immerhin.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><span style="color: #ff0000;">Wie geht es mit dem Projekt weiter?</span></h3>



<p>RS: Wir schauen erst einmal, wie sich die Zahl der Führungen entwickelt. Zusätzlich wollen wir weitere ehrenamtliche Tour-Guides finden und den Kontakt zu den Schulen weiter ausbauen. Außerdem hoffen wir, spätestens zum Anfang des kommenden Jahres Touren für „jedermann“ anbieten zu können.</p>



<p><strong>Weitere Informationen und Anmeldung unter <span style="color: #ff0000;"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/pw"><span style="color: #ff0000;">zeitschrift-der-strasse.de/pw</span></a></span></strong></p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td>Text:<br /><em>Jan Zier</em></td><td>Das Interview ist erschienen in Ausgabe #52 NELSON MANDELA PARK im Oktober 2017.</td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/52-nelson-mandela-park/"><img decoding="async" width="1200" height="800" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/09/cover_52.jpg" alt="" class="wp-image-11901" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/09/cover_52.jpg 1200w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/09/cover_52-300x200.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/09/cover_52-840x560.jpg 840w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Erste Perspektivwechsel-Touren absolviert</title>
		<link>https://zeitschrift-der-strasse.de/erste-perspektivwechsel-touren-absolviert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 May 2017 07:57:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meldung]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnhofsviertel]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektivwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtrundgang]]></category>
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					<description><![CDATA[Premiere: Unsere ersten Perspektivwechsel-Stadtführungen haben am 11. Mai und am 15. Mai stattgefunden. Drei Schulklassen (8. Klasse) aus Oberneuland und Osterholz-Tenever nahmen mit insgesamt 75 Personen daran teil. Die Touren durch das Bremer Bahnhofsviertel dauerten jeweils rund zwei Stunden und wurden gemeinsam geleitet von Jörg, der früher auf der Straße lebte und sich jetzt in der Sozialarbeit engagiert, und Cäsar, dem langjährigen Vertriebskoordinator der Zeitschrift der Straße und Initiator der Perspektivwechsel-Touren. Das Foto oben zeigt Cäsar (rechts) und den Streetworker Jonas Pot d&#8217;Or während einer der Touren. Auf den Rundgängen passierten die Gruppen das Elefantendenkmal, die Bahnhofsmission, die Fachstelle Wohnen, die Comeback-Drogenberatungsstelle, den Verein Hoppenbank zur Strafentlassenenbetreuung, die Notunterkunft des Vereins für Innere Mission am Rembertiring, die Ausgabestelle Substitution für Drogenabhängige, das Café Papagei, die Büros der Zeitschrift der Straße und der Uni der Straße sowie die Medizinische Notversorgung. Jörg und Cäsar erklärten den Schüler:innen die Bedeutung dieser Orte und die Aufgaben der Einrichtungen und sprachen mit ihnen über die Problemlagen der Menschen, die sie aufsuchen. Haben die Stadtführungen Perspektivwechsel ausgelöst? Das wird sich erst &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Premiere: Unsere ersten <a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/pw/">Perspektivwechsel-Stadtführungen</a> haben am 11. Mai und am 15. Mai stattgefunden. Drei Schulklassen (8. Klasse) aus Oberneuland und Osterholz-Tenever nahmen mit insgesamt 75 Personen daran teil.</p>



<p>Die Touren durch das Bremer Bahnhofsviertel dauerten jeweils rund zwei Stunden und wurden gemeinsam geleitet von Jörg, der früher auf der Straße lebte und sich jetzt in der Sozialarbeit engagiert, und Cäsar, dem langjährigen Vertriebskoordinator der <em>Zeitschrift der Straße</em> und Initiator der Perspektivwechsel-Touren. Das Foto oben zeigt Cäsar (rechts) und den Streetworker Jonas Pot d&#8217;Or während einer der Touren.</p>


<div class="wp-block-image wp-image-7832 size-full">
<figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="850" height="567" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/05/PWT3.jpg" alt="Streetworker-Bus, beklebt mit Fotos jüngst verstorbener Wohnungsloser" class="wp-image-7832" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/05/PWT3.jpg 850w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/05/PWT3-300x200.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/05/PWT3-840x560.jpg 840w" sizes="auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption class="wp-element-caption">Streetworker-Bus, beklebt mit Fotos jüngst verstorbener Wohnungsloser</figcaption></figure>
</div>


<p>Auf den Rundgängen passierten die Gruppen das Elefantendenkmal, die Bahnhofsmission, die Fachstelle Wohnen, die Comeback-Drogenberatungsstelle, den Verein Hoppenbank zur Strafentlassenenbetreuung, die Notunterkunft des Vereins für Innere Mission am Rembertiring, die Ausgabestelle Substitution für Drogenabhängige, das Café Papagei, die Büros der <em>Zeitschrift der Straße</em> und der <em>Uni der Straße</em> sowie die Medizinische Notversorgung.</p>



<p>Jörg und Cäsar erklärten den Schüler:innen die Bedeutung dieser Orte und die Aufgaben der Einrichtungen und sprachen mit ihnen über die Problemlagen der Menschen, die sie aufsuchen.</p>


<div class="wp-block-image wp-image-7831 size-full">
<figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="567" height="567" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/05/PWT2.jpg" alt="Ambulante Drogenhilfe: hier findet die Substitutionsbehandlung von Drogenabhängigen statt" class="wp-image-7831" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/05/PWT2.jpg 567w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/05/PWT2-150x150.jpg 150w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/05/PWT2-300x300.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2017/05/PWT2-120x120.jpg 120w" sizes="auto, (max-width: 567px) 100vw, 567px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ambulante Drogenhilfe: hier findet die Substitutionsbehandlung von Drogenabhängigen statt</figcaption></figure>
</div>


<p>Haben die Stadtführungen Perspektivwechsel ausgelöst? Das wird sich erst mit der Zeit und im Alltag erweisen. Die abschließende Feedback-Runde jedenfalls zeigte, dass die Schüler:innen mit der Verarbeitung der Eindrücke beschäftigt waren.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Das macht mich nachdenklich. Danke dir. Mir war jahrelang egal wie es anderen geht. Ich hatte ja meine trockene Wohnung und mein warmes Bett. Ich bin froh, dass ich nun anders denke und anders handeln kann.&#8220; <em>Maike</em></p>



<p>&#8222;Ich bin sonst immer an solchen Menschen vorbeigegangen. Nun wohl nicht mehr. Man kann nicht jedem helfen. Das ist traurig.&#8220; <em>Verena</em></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p></p>
</blockquote>
</blockquote>



<p class="has-text-align-left">Für mehr Informationen über unsere Perspektivwechsel-Stadtführungen <a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/pw/">klicken Sie bitte hier.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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