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	<title>Stadtwerder &#8211; Die Zeitschrift Der Straße</title>
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	<description>Das Bremer Straßenmagazin</description>
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	<title>Stadtwerder &#8211; Die Zeitschrift Der Straße</title>
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		<title>#70 Stadtwerder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jul 2019 19:33:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Halbinsel]]></category>
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		<category><![CDATA[Naturschutzgebiet]]></category>
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					<description><![CDATA[Beitragsbild: Ginkgo-Biloba/flickr.com EDITORIAL: Und ringsum ist Wasser Diesmal nehmen wir Sie mit in die grüne Lunge der Innenstadt. Der Stadtwerder ist mit seinem Kleingartengebiet, dem Café Sand und seinen Sportanlagen aus dem Freizeitleben der Bremer:innen nicht wegzudenken. Etwa 2.000 Parzellen gibt es auf der Halbinsel in der Weser – Rückzugsgebiet und duftendes Blumenparadies für die einen. Andere nutzen ihren Garten zur Selbstversorgung (Seite 15). So machte das einst auch der Großvater von Brunhilde Lachmann. 96 Jahre lang besaß ihre Familie eine Parzelle auf dem Stadtwerder. Hier wurde gefeiert, geplanscht, geerntet. Doch nun ist Schluss (Seite 12). Deutlich stiller als im Parzellengebiet geht es im weithin sichtbaren Wahrzeichen des Stadtwerders zu: Die „Umgedrehte Kommode“ steht seit Jahren leer. Warum, klären wir auf Seite 8. Als Halbinsel ist der Stadtwerder steter Gefahr ausgesetzt: Ein Großteil liegt in einem Überschwemmungsgebiet. Angesichts des Klimawandels stellt sich da die Frage: Wie verändert sich die Risikolage? Wir klären das in einem Interview mit dem Bremischen Deichverband am linken Weserufer (Seite 20). Eine Überschwemmung war übrigens die Geburtsstunde des heutigen Naturschutzgebietes Neue &#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Beitragsbild: Ginkgo-Biloba/flickr.com</p>



<h1 class="wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-1e64a8e31ef1bccc5a507d13eb6431ab" style="color:#d2639a">EDITORIAL: Und ringsum ist Wasser</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Diesmal nehmen wir Sie mit in die grüne Lunge der Innenstadt. Der Stadtwerder ist mit seinem Kleingartengebiet, dem Café Sand und seinen Sportanlagen aus dem Freizeitleben der Bremer:innen nicht wegzudenken. Etwa 2.000 Parzellen gibt es auf der Halbinsel in der Weser – Rückzugsgebiet und duftendes Blumenparadies für die einen. Andere nutzen ihren Garten zur Selbstversorgung (Seite 15). So machte das einst auch der Großvater von Brunhilde Lachmann. 96 Jahre lang besaß ihre Familie eine Parzelle auf dem Stadtwerder. Hier wurde gefeiert, geplanscht, geerntet. Doch nun ist Schluss (Seite 12).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich stiller als im Parzellengebiet geht es im weithin sichtbaren Wahrzeichen des Stadtwerders zu: Die „Umgedrehte Kommode“ steht seit Jahren leer. Warum, klären wir auf Seite 8. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Halbinsel ist der Stadtwerder steter Gefahr ausgesetzt: Ein Großteil liegt in einem Überschwemmungsgebiet. Angesichts des Klimawandels stellt sich da die Frage: Wie verändert sich die Risikolage? Wir klären das in einem Interview mit dem Bremischen Deichverband am linken Weserufer (Seite 20). Eine Überschwemmung war übrigens die Geburtsstunde des heutigen Naturschutzgebietes Neue Weser am östlichen Ende des Stadtwerders. Wo früher Parzellen lagen, staksen heute Vögel über die Wiesen. Oft werden sie dabei von Tierfreunden beobachtet – etwa von Thomas Kuppel. Was ihn seit fast 40 Jahren jeden Tag dorthin treibt, erfahren Sie auf Seite 24.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf ein besonders Jubiläum weisen wir Sie mit unserem Schlussstück hin (Seite 28): Bei der Stadtführung „Perspektivwechsel“ berichtet ein Obdachloser vom Leben auf der Straße. Und das nun bereits zum 100. Mal. Zudem hat das Projekt der Uni der Straße eine Auszeichnung erhalten. Wir gratulieren! </p>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-8f7ce470ae60046cce5d548af9b1e13c wp-block-paragraph" style="color:#d2639a">Viel Spaß beim Lesen wünschen Tanja Krämer, Jan Zier<br />und das ganze Team der <em>Zeitschrift der Straße</em></p>


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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="2306" height="1500" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3.png" alt="" class="wp-image-13361" style="width:310px;height:auto" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3.png 2306w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-300x195.png 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-1250x813.png 1250w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-1536x999.png 1536w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-2048x1332.png 2048w" sizes="(max-width: 2306px) 100vw, 2306px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"></p>


<div class="_df_book df-lite" id="df_12825"  _slug="12528-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-3-2-2-2-2-4-2-2-2-2-3" data-title="70-stadtwerder-online-lesen" wpoptions="true" thumbtype="" ></div><script class="df-shortcode-script" nowprocket type="application/javascript">window.option_df_12825 = {"outline":[],"autoEnableOutline":"false","autoEnableThumbnail":"false","overwritePDFOutline":"false","enableDownload":"false","direction":"1","pageSize":"0","source":"https:\/\/zeitschrift-der-strasse.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/70-stadtwerder.pdf","wpOptions":"true"}; if(window.DFLIP && window.DFLIP.parseBooks){window.DFLIP.parseBooks();}</script>



<h3 class="wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-267182ff64816940847968ec457f5005" style="color:#d2639a">28 – Die Begegnung mit der eigenen Angst (<a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/die-begegnung-mit-der-eigenen-angst/">online lesen</a>)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Stadtführung „Perspektivwechsel“ erzählt ein ehemaliger Obdachloser vom Leben auf der Straße. Im Juli bereits zum 100. Mal</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/71-hochschulring/"><img decoding="async" width="1200" height="800" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/09/cover_71.jpg" alt="" class="wp-image-11958" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/09/cover_71.jpg 1200w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/09/cover_71-300x200.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/09/cover_71-840x560.jpg 840w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>



<p class="has-very-light-gray-color has-text-color wp-block-paragraph">.</p>
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		<title>Die Begegnung mit der eigenen Angst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jul 2019 19:30:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leseprobe]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektivwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtführung]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtwerder]]></category>
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					<description><![CDATA[#70 STADTWERDER – Bei der Stadtführung „Perspektivwechsel“ erzählt ein ehemaliger Obdachloser vom Leben auf der Straße. Im Juli bereits zum 100. Mal Mit sechs, erzählt Stefan Gehring, hatte er das erste Mal eine Alkoholvergiftung. „Meine Eltern haben mir den Alkoholkonsum vorgelebt“, erzählt er in ruhigem Tonfall seinen Zuhörer:innen. 19 junge Erwachsene aus Ritterhude stehen um ihn herum, sie alle kommen aus gesicherten bürgerlichen Existenzen, machen jetzt ein Freiwilliges Soziales Jahr. Und gucken nun etwas ungläubig. „Echt?“, fragt schließlich eine von ihnen. „Ja“, sagt Stefan Gehring dann, und dass er mit 13 schon im Heim war, dann Ecstasy, LSD und Marihuana konsumierte. Um ihn herum lärmt der Bahnhofsplatz, im Hintergrund riecht es leicht nach Urin. Wir stehen in der Pinkelecke der Armut. Antworten auf wichtige Fragen Seit Mai 2017 gibt es die soziale Stadtführung „Perspektivwechsel“ bei der Zeitschrift der Straße, im Juli findet sie zum 100. Mal statt. Sie erklärt, wie das Überleben auf der Straße funktioniert und wo man Hilfe finden kann. Sie führt an die Orte jener Menschen, die in Bremen auf der Straße &#8230;]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">#70 STADTWERDER – Bei der Stadtführung „Perspektivwechsel“ erzählt ein ehemaliger Obdachloser vom Leben auf der Straße. Im Juli bereits zum 100. Mal</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit sechs, erzählt Stefan Gehring, hatte er das erste Mal eine Alkoholvergiftung. „Meine Eltern haben mir den Alkoholkonsum vorgelebt“, erzählt er in ruhigem Tonfall seinen Zuhörer:innen. 19 junge Erwachsene aus Ritterhude stehen um ihn herum, sie alle kommen aus gesicherten bürgerlichen Existenzen, machen jetzt ein Freiwilliges Soziales Jahr. Und gucken nun etwas ungläubig. „Echt?“, fragt schließlich eine von ihnen. „Ja“, sagt Stefan Gehring dann, und dass er mit 13 schon im Heim war, dann Ecstasy, LSD und Marihuana konsumierte. Um ihn herum lärmt der Bahnhofsplatz, im Hintergrund riecht es leicht nach Urin. Wir stehen in der Pinkelecke der Armut.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Antworten auf wichtige Fragen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Mai 2017 gibt es die soziale Stadtführung „Perspektivwechsel“ bei der <em>Zeitschrift der Straße</em>, im Juli findet sie zum 100. Mal statt. Sie erklärt, wie das Überleben auf der Straße funktioniert und wo man Hilfe finden kann. Sie führt an die Orte jener Menschen, die in Bremen auf der Straße leben, drogenabhängig sind, ihr Dasein am Rande der Gesellschaft fristen. Stefan Gehring ist einer der Tourbegleiter:innen, freimütig erzählt er vom Leben in der Obdachlosigkeit, im Knast und von seiner Drogenabhängigkeit. „Ihr dürft mich alles fragen“, sagt er, „keine Frage ist zu persönlich.“ Und es ist genauso gemeint. Heute wird er substituiert, arbeitet als Bildhauer und hat ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo kann man aufs Klo gehen, wenn man auf der Straße lebt, wo sich waschen, wie Post bekommen? Wie viel Geld verdient man als Flaschensammler oder auf dem Arbeiterstrich, was kostet das Leben auf der Straße, als Drogenabhängiger? Was ist einem das Wichtigste, wenn man in einer Notunterkunft lebt? Was ist der Unterschied zwischen „Stadtratten“ und „Berbern“ und ist es vielleicht besser, im Gefängnis zu sitzen als auf der Straße? All diese und noch viel mehr Fragen klärt die soziale Stadtführung. In anderen Städten gab es solche Touren schon früher: in Hamburg, Hannover und Nürnberg etwa, in Berlin oder Stuttgart.</p>


<div id="attachment_8699" style="width: 486px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8699" class="size-full wp-image-8699" src="http://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/06/Perspektivwechsel-2.png" alt="" width="476" height="700" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/06/Perspektivwechsel-2.png 476w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/06/Perspektivwechsel-2-204x300.png 204w" sizes="(max-width: 476px) 100vw, 476px" /><p id="caption-attachment-8699" class="wp-caption-text">Tourguide Stefan Gehring berichtet von seinem früheren Leben auf der Straße</p></div>


<h3 class="wp-block-heading">Vielfalt der Teilnehmer:innen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa 2.500 Menschen haben bisher in Bremen an einem solchen Rundgang teilgenommen, 60 Prozent der Teilnehmer:innen absolvierten ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst, 20 Prozent kamen aus Bremer Schulen, vor allem aus 8. und 9. Klassen. Unter den übrigen waren Nachbarschaften genauso wie Anwärter:innen im öffentlichen Dienst, selbst angehende Polizist:innen und Justizvollzugsbeamt:innen waren schon mal da – Menschen also, zu denen man ein gespaltenes Verhältnis hat, wenn man, wie Stefan Gehring, selbst schon zwei Jahre im Knast saß. Nur Anfragen von Einzelnen seien „schwer zu organisieren“, sagt Reinhard „Cäsar“ Spöring, der sich bei der Zeitschrift der Straße seit Anbeginn ehrenamtlich um den „Perspektivwechsel“ kümmert und die Touren begleitet. Vier bis sechs von ihnen finden jeden Monat statt, pro Gruppe kosten sie 60 Euro.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Team und die Route</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile gibt es ein zweites Team, bestehend aus Marie Adenrele und Karin Neumann, die zusammen mit Stefan Gehring die etwa zweistündigen Rundgänge führen. Vom Elefanten hinter dem Hauptbahnhof geht es zur Bahnhofsmission, zur Fachstelle Wohnen, zur Drogenberatungsstelle und zur Straffälligenbetreuung. Es geht vorbei an der Notunterkunft für Männer und der Discomeile – wo es viel um Gewalt gegen Obdachlose geht, aber auch um ihre Verdrängung – bis hin zum Café Papagei, dem Tagestreff, wo man für 2,50 Euro Mittagessen kann. Um sich das leisten zu können,  muss man zwei Ausgaben der <em>Zeitschrift der Straße</em> verkaufen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Tourbegleitung aus der Obdachlosenszene</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen, die selbst schon mal auf der Straße gelebt haben, seien aber schwer zu motivieren, als Tourbegleiter:innen mitzumachen, sagt Cäsar. Dabei erwarten die Leute natürlich genau das: einen Obdachlosen zum Anfassen. Für den bringt diese Arbeit zwar viel positives Feedback, aber sie bedeutet auch viel Verbindlichkeit, eine feste Struktur und ein stetes Outing. „Außerdem ist man auch emotional immer dabei“, sagt Cäsar. Doch in der Szene seien die „Perspektivwechsel“-Rundgänge gut angenommen worden – „wir achten da aber auch unheimlich drauf.“ Auch deshalb führt die Tour zwar an vielen Hilfsinstitutionen vorbei, aber nicht in sie hinein. Es geht zwar um Sichtbarkeit – aber genauso um Wertschätzung und Respekt. Voyeurismus wird hier nicht bedient.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Positive Rückmeldungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Und wie kommt die Tour bei den Teilnehmer:innen an? „Ich habe viele Dinge dazugelernt und weiß jetzt auch, wie ich mich verhalten soll“, schrieb einer, dass sie nun „weniger Berührungsängste“ habe, eine andere. „Ich bin auf Dinge aufmerksam geworden, über die ich vorher noch nicht nachgedacht habe“, sagte einer, oder dass es „super“ gewesen sei, dass Stefan dabei war. Ob es nun zu einer Veränderung komme? „Auf leisen Sohlen, vielleicht …“, antwortete einer. Es gab aber auch schon Schulen, die nach so einer Führung Klamotten gesammelt haben, ihr Lehrer kam dann mit einem vollgepackten Auto vorgefahren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Auszeichnung und Fortschritte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Soeben wurden die Perspektivwechsel-Touren von der Sparkassen-Initiative „Gemeinsam gut“ ausgezeichnet und mit 1.250 Euro gefördert. Mit der Stadtteilinitiative wird seit 2014 herausragendes Engagement in den Stadtteilen unterstützt, rund 500 Projekte wurden bisher gefördert. Die Initiativen werden mit insgesamt 18.250 Euro pro Stadtteil bedacht, ein Projekt kann bis zu 2.500 Euro erhalten. Mit dem Geld werden nun neue Headsets und Mikrofone beschafft, mit Taschenempfängern und Kopfhörern für die Teilnehmer:innen. Denn das Leben auf der Straße, rund um den Bahnhof, ist auch sehr laut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie viele Obdachlose schaffen es eigentlich zurück in ein geregeltes Leben, mit einer Wohnung und alledem? Auch das ist eine Frage, die bei jedem Besuch aufkommt. Der frühere Leiter der Bremer Bahnhofsmission, die heute 55.000 Kontakte im Jahr zählen, erinnert sich an etwa zwei Handvoll – in 20 Jahren. Immerhin: Stefan Gehring könnte einer von ihnen sein. Dass er heute einen Ein-Euro- Job hat, „ist eigentlich eher ein kleiner Schritt“, sagt er, „aber es ist ein großer Schritt zurück in die Selbstständigkeit.“</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td>Text und Fotos: </td><td><em>Jan Zier</em></td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/70-stadtwerder/"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/07/cover_70.jpg" alt="" class="wp-image-11949" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/07/cover_70.jpg 1200w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/07/cover_70-300x200.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2019/07/cover_70-840x560.jpg 840w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>
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