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	<title>überseestadt &#8211; Die Zeitschrift Der Straße</title>
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	<description>Das Bremer Straßenmagazin</description>
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	<title>überseestadt &#8211; Die Zeitschrift Der Straße</title>
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	<item>
		<title>„Mit Menschen zu reden, ist mir sehr wichtig“</title>
		<link>https://zeitschrift-der-strasse.de/heinz-franz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Melis Sivasli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2026 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leseprobe]]></category>
		<category><![CDATA[Meldung]]></category>
		<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Auf der Muggenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptbahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[überseestadt]]></category>
		<category><![CDATA[Verkaufsportrait]]></category>
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					<description><![CDATA[#134 Auf der Muggenburg: Heinz Franz trifft man meist hinter dem Bahnhof. Hier verkauft er die Zeitschrift der Straße und beobachtet, wie sich die Stimmung in der Stadt verändert Protokoll: Ulrike Plappert Fotos: Norbert Schmacke Ich lebe hinterm Bahnhof, Ausgang Bürgerweide, und schlafe an verschiedenen Orten. Einfach frei. Bei Regen stelle ich mich unter. Man kann auch von nachts um zwölf bis morgens um sechs im Bahnhof schlafen. Dann wird man aber deutlich aufgefordert, zu gehen. Auch bei der Winterkälte: Raus! Der Wärmeraum im Bahnhof geht nicht, wir sind keine Fahrgäst[:innen] – also raus. Aufwärmen kann man sich bis Mittag im Tivoli. Es gibt noch einen Raum in der Nähe, der vormittags aufmacht. Da gibt’s zu essen, du kannst dich unterhalten, schlafen gehen. Eigentlich bin ich bei der Oma groß geworden, weil meine Mutter arbeiten musste. Ich war im Grundschulinternat und ein superguter Schüler. Nach der sechsten Klasse hatte ich mich auf zu Hause gefreut. Dann haben meine Mutter und ihr Mann gebaut und ich kam wieder ins Internat. Sie hatten ja keine Zeit. Zu &#8230;]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">#134 Auf der Muggenburg: <em>Heinz Franz</em> trifft man meist hinter dem Bahnhof. Hier verkauft er <em>die Zeitschrift der Straße</em> und beobachtet, wie sich die Stimmung in der Stadt verändert</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><mark style="background-color:#fcb900" class="has-inline-color"> Protokoll: <em>Ulrike Plappert</em> <br /> Fotos: <em>Norbert Schmacke</em> </mark> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich lebe hinterm Bahnhof, Ausgang Bürgerweide, und schlafe an verschiedenen Orten. Einfach frei. Bei Regen stelle ich mich unter. Man kann auch von nachts um zwölf bis morgens um sechs im Bahnhof schlafen. Dann wird man aber deutlich aufgefordert, zu gehen. Auch bei der Winterkälte: Raus! Der Wärmeraum im Bahnhof geht nicht, wir sind keine Fahrgäst[:innen] – also raus. Aufwärmen kann man sich bis Mittag im Tivoli. Es gibt noch einen Raum in der Nähe, der vormittags aufmacht. Da gibt’s zu essen, du kannst dich unterhalten, schlafen gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich bin ich bei der Oma groß geworden, weil meine Mutter arbeiten musste. Ich war im Grundschulinternat und ein superguter Schüler. Nach der sechsten Klasse hatte ich mich auf zu Hause gefreut. Dann haben meine Mutter und ihr Mann gebaut und ich kam wieder ins Internat. Sie hatten ja keine Zeit. Zu meiner Geschichte gehört auch, dass ich nur kurz mit meinem Vater aufgewachsen bin. Ich habe ihn später mal aufgesucht und viel Hoffnung da reingesetzt. Aber das war zu viel erwartet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Bremen gezogen bin ich vor ein paar Jahren wegen einer Drogentherapie, war in Loxstedt auf einem Hof und in Vegesack in der Klinik. Ich hatte Arbeit als Dachdecker. Leider bin ich dann weit weg in die falsche Richtung gezogen und kam durch die Baustelle in Vegesack nicht mehr pünktlich zur Arbeit. Das ging dann zu Ende und die Beziehung mit der Freundin auch. Dann hat das Jobcenter Briefe wegen der Miete an die falsche Adresse geschickt. Ich hab nachgefragt, aber ich sollte warten, das würde in Bremen immer ein bisschen dauern, hieß es. Die Miete kam also nicht und Arbeit war auch nicht mehr. Der Vermieter hat mich dann einfach rausgeworfen: Kalträumung. Das wurde zwar vom Gericht aufgehoben, aber so kam eins zum andern und nichts hat funktioniert. Die Zahlungen vom Jobcenter kamen nicht, dafür der Gerichtsvollzieher und ich musste raus. Es war Januar.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p data-wp-context---core-fit-text="core/fit-text::{&quot;fontSize&quot;:&quot;&quot;}" data-wp-init---core-fit-text="core/fit-text::callbacks.init" data-wp-interactive data-wp-style--font-size="core/fit-text::context.fontSize" class="has-fit-text wp-block-paragraph" style="font-style:normal;font-weight:600">„Wenn erst das Schlechte zum Guten wird, dann kommt das Chaos“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Dann bin ich nach Bremen zum Bahnhof, wo man Essen kriegt. Da hab ich die Leute vom Café Papagei kennengelernt, die mich unterstützt haben. So bin ich auch an<em>die Zeitschrift der Straße</em> gekommen. Ich bin ja nicht der Faule oder Schnorrer oder Bettler, wie Leute draußen öfter sagen. Sie wissen ja gar nicht, was da los ist. Zum Beispiel: Ohne Arbeit keinen festen Wohnsitz und ohne Wohnung keine feste Arbeit. Das ist ein Teufelskreis. Hier in Bremen ist das mit Notunterkünften zwar alles gut organisiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber sie helfen einem nicht weiter, wenn man dann Arbeit hat. Dass man eine WG oder ein Zimmer bekommt, wo man sich anmelden kann, dass sie gucken, wie man zurechtkommt. Es ist ja so: Wenn man so lange kein Geld hatte und auf einmal eine Nachzahlung vom Jobcenter über dreizehnhundert Euro auf einen Schlag kommt oder Geld von einer Arbeit – Rauschzustand! Damit ist man voll überfordert und verballert das ganz schnell. Weg. Bamm! Da wird man nicht rausgeholt – dabei bräuchte man Betreuung.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="800" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2026/02/Heinz_web.jpg" alt="Mann mit Mütze und Jacke hält eine Zeitung mit dem Titel 'DIE ZEITSCHRIFT DER STRASSE' vor einem geparkten Auto hoch" class="wp-image-15229" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2026/02/Heinz_web.jpg 600w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2026/02/Heinz_web-225x300.jpg 225w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2026/02/Heinz_web-420x560.jpg 420w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Experte des Alltags: unser Verkäufer <em>Heinz Franz</em>.</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Notunterkunft bin ich wieder auf die Straße. Zur Familie gibt es keinen Kontakt mehr. Freundschaften sind schwierig. Mit Menschen zu reden und in Kontakt zu bleiben, ist mir aber sehr wichtig. Das verlernt man nicht nur auf der Straße: Wenn man zwei Jahre in der Bude vor dem Fernseher sitzt, verändert man sich ja, geht immer mehr in sich rein, kann irgendwann gar nicht mehr mit Menschen reden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt schon Leute, denen ich gelegentlich begegne, zum Beispiel Sozialarbeiter[:innen] vom Papagei oder vom Bus. Es gibt auch andere, die ich nicht immer einordnen kann. Aber das sind oberflächliche Kontakte. Wenn ich morgen weg bin, dann bin ich weg. Vielleicht denkt höchstens noch mal jemand: „Wo ist denn der Heinz? Den haben wir ja lange nicht mehr gesehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Zeitschrift der Straße</em> verkaufe ich, weil man da einen anderen Blickwinkel auf die Menschen hat und die auch auf einen. Die meisten finden das toll. Feste Kundschaft ist am Bahnhof schwierig, weil es jeden Tag so viele, viele Gesichter gibt. Aber mit dem Geld ist es immer noch okay hier. Aber die allgemeine Stimmung ist getrübter, es gibt weniger gut Gelaunte als früher. Und das wirkt sich natürlich auch auf einen selbst aus. Es mischt sich auch keiner ein, wenn was schiefläuft. Und wenn erst das Schlechte zum Guten wird, dann kommt das Chaos. Aber das wollen wir nicht hoffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich würde schon gern noch mal in die Welt: mit dem Bus oder mit dem Rucksack. Dahin, wo man weniger Klamotten braucht. Erst mal nach Spanien, das kenne ich noch nicht, aber ich habe einen Kollegen da. Ich könnte mir auch vorstellen, mich hier ins System reinzuarbeiten, vielleicht eine kleine Führung zu machen und was bewirken. Die Unterstützung muss sich ändern – nicht die Sozialarbeiter[:innen], sondern das Ganze. Das wäre auf jeden Fall eine schöne Sache für meine Nachwelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/134-auf-der-muggenburg/"><img decoding="async" width="1250" height="833" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2026/01/134_cover-1250x833.jpg" alt="Schwarz-weiße Panoramaaufnahme einer Stadtlandschaft mit Fluss und Brücken im Hintergrund und einem Magazincover mit der Überschrift 'Auf der Muggenburg' im Vordergrund" class="wp-image-15135" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2026/01/134_cover-1250x833.jpg 1250w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2026/01/134_cover-300x200.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2026/01/134_cover-1536x1024.jpg 1536w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2026/01/134_cover-840x560.jpg 840w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2026/01/134_cover-1200x800.jpg 1200w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2026/01/134_cover.jpg 1667w" sizes="(max-width: 1250px) 100vw, 1250px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Köchin durch Zufall</title>
		<link>https://zeitschrift-der-strasse.de/koechin-durch-zufall/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Apr 2022 10:04:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Leseprobe]]></category>
		<category><![CDATA[Leseprobe]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[catering]]></category>
		<category><![CDATA[überseestadt]]></category>
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					<description><![CDATA[#96 KONSUL-SMIDT-STRASSE – Evrim Arslan wollte ein kleines Restaurant, so was wie einen Tante-Emma-Laden ohne viel Stress und Hype. Geklappt hat immerhin das Erstere Im Laden von Evrim Arslan trifft traditionelle türkische Küche auf moderne Einflüsse. So findet man zum Beispiel einen Spinatsalat mit Mandeln und Datteln auf der Karte: eine Kombination, die zwar ungewöhnlich klingt, aber wirklich extrem gut funktioniert. Evrim ist mit ihrem Laden vor gut fünf Jahren in die Konsul-Smidt-Straße gezogen. Wir haben sie dort besucht. Olivenöl, Zitrone, Knoblauch, Kräuter. Das sind die Gerüche, die einem als Erstes in die Nase steigen, wenn man Evrims Laden „Meze by Evrim“ betritt. Die Inneneinrichtung ist, genau wie das Essen, ein Mix aus Tradition und Modernität. Und was den Laden noch einmal besonders abhebt, ist die spezielle Art von Essen: die Meze. Das sind kleine Portionen unterschiedlicher Vorspeisen, vergleichbar mit spanischen Tapas. So kann man sich mittags seinen eigenen Teller aus verschiedenen, regelmäßig wechselnden Meze zusammenstellen und bezahlt dabei nach Anzahl der Portionen. Und: Wer seine eigene Verpackung mitbringt, bekommt eine Meze umsonst. Mittagspause bei &#8230;]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">#96 KONSUL-SMIDT-STRASSE – Evrim Arslan wollte ein kleines Restaurant, so was wie einen Tante-Emma-Laden ohne viel Stress und Hype. Geklappt hat immerhin das Erstere</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laden von Evrim Arslan trifft traditionelle türkische Küche auf moderne Einflüsse. So findet man zum Beispiel einen Spinatsalat mit Mandeln und Datteln auf der Karte: eine Kombination, die zwar ungewöhnlich klingt, aber wirklich extrem gut funktioniert. Evrim ist mit ihrem Laden vor gut fünf Jahren in die Konsul-Smidt-Straße gezogen. Wir haben sie dort besucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Olivenöl, Zitrone, Knoblauch, Kräuter. Das sind die Gerüche, die einem als Erstes in die Nase steigen, wenn man Evrims Laden „Meze by Evrim“ betritt. Die Inneneinrichtung ist, genau wie das Essen, ein Mix aus Tradition und Modernität. Und was den Laden noch einmal besonders abhebt, ist die spezielle Art von Essen: die Meze. Das sind kleine Portionen unterschiedlicher Vorspeisen, vergleichbar mit spanischen Tapas. So kann man sich mittags seinen eigenen Teller aus verschiedenen, regelmäßig wechselnden Meze zusammenstellen und bezahlt dabei nach Anzahl der Portionen. Und: Wer seine eigene Verpackung mitbringt, bekommt eine Meze umsonst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1250" height="831" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2022/04/Evrim_9884_wolfgang-everding-2-1250x831.jpg" alt="" class="wp-image-9462" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2022/04/Evrim_9884_wolfgang-everding-2-1250x831.jpg 1250w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2022/04/Evrim_9884_wolfgang-everding-2-300x199.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2022/04/Evrim_9884_wolfgang-everding-2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1250px) 100vw, 1250px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Chefin bei der Arbeit: Meze für den Mittagstisch.</em></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Mittagspause bei Evrim</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das kommt besonders denen entgegen, die sich hier in ihrer Pause ihr Mittagessen holen. Denn wer aufgrund der Lage davon ausgeht, dass bei Evrim nur schicke Geschäftsleute essen, der irrt sich: „Ich bemerke, dass es eher junge Leute sind. Ich vermute mal, das sind mehr die Auszubildenden, deswegen haben wir unsere Preise auch lange so gelassen und erst zum Jahreswechsel das erste Mal etwas erhöht. Ich wollte beim Mittagstisch immer unter der Zehn-Euro-Grenze bleiben, da sind wir immer noch weit drunter. Wir kommen den Leuten ja auch gerne entgegen, zum Beispiel mit der Gratis-Meze beim eigenen Teller.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kochen aus Verantwortung – und aus Liebe</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leidenschaft zum Kochen beginnt bei Evrim bereits als Kind, als sie und ihre Zwillingsschwester aufgrund zweier arbeitender Elternteile oft selbst für ihr Mittagessen sorgen. „Mit 15 habe ich dann schon den traditionellen türkischen Reis gekocht. Also ich habe wirklich immer schon gekocht. Und auch immer sehr gerne.“ Mit 24 führen einige Zufälle dazu, dass Evrim anfängt, auch beruflich zu kochen. Nach der Trennung von ihrem Mann sucht sie nach einer Möglichkeit, für ihre zwei Kinder sorgen zu können. Über eine Freundin kommt sie als Putzkraft zu einer Firma in Huchting. Dort hört sie, dass die Firmenkantine schließen muss: „Die haben keinen gefunden, der da kochen wollte. Also hab ich gesagt, dann versuch ich’s. Und dann war ich von 2006 bis 2011 da und habe gekocht.“ Danach übernimmt Evrim die Leitung der Pressekantine des Weser-Kuriers.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vom Nebenjob zur Selbstständigkeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">„Nach zwei Jahren wurde das aber etwas langweilig – nur Kantine ist einfach eintönig.“ Als sie nach Bremen zog, habe ihr damaliger Freund sie dann auf einen freien Laden aufmerksam gemacht: Richard-Wagner-Straße, Ecke Hollerallee. „Er hat gesagt: ‚Du kannst so gut kochen, mach doch einfach einen kleinen Laden auf, so als Ausgleich.‘ Ich wollte auch nie groß werden, ich wollte so einen kleinen Tante-Emma-Laden.“ Aber nach zwei, drei Jahren wurde es dann doch immer mehr: mehr Catering, mehr Veranstaltungen. Ihr Vorgänger hier in der Überseestadt habe sie gefragt, ob sie die Fläche nicht übernehmen wolle. Ihr Konzept passe doch gut in die Überseestadt. Und: „Dann hab ich hier aufgemacht. Das war mir allerdings wieder zu viel, also habe ich den Standort in der Hollerallee abgegeben. Jetzt habe ich den Laden hier und mache nach wie vor die Pressekantine beim Weser-Kurier. Das reicht mir insgesamt auch. Wir machen ja auch viele Veranstaltungen, zum Beispiel im Pier 2, da haben wir schon für viele Konzerte das Catering gemacht.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="681" height="1024" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2022/04/Evrim_9884_wolfgang-everding-3.jpg" alt="" class="wp-image-9464" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2022/04/Evrim_9884_wolfgang-everding-3.jpg 681w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2022/04/Evrim_9884_wolfgang-everding-3-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Leidenschaft zum Kochen beginnt bei Evrim (links) bereits als Kind</em></figcaption></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">Veränderung braucht Zeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dass sich der Standortwechsel vom alteingesessenen Schwachhausen in die gerade erst entstehende Überseestadt auch auf die Kundschaft auswirkt, hat Evrim schnell gemerkt: „Hier ist es eben noch nicht so nachbarschaftlich und eingewohnt wie in Schwachhausen. Wir haben zum Glück viel Stammkundschaft aus der Hollerallee, die kommen dann manchmal mit dem Fahrrad hierher. Mittlerweile haben wir natürlich auch hier Stammkunden, aber generell sind die meisten hier schon ganz anders als am alten Standort. Am Anfang war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Die Leute hier sind irgendwie etwas unpersönlicher. An der Hollerallee wollten die meisten auch ein bisschen schnacken, wenn sie da waren, das ist hier eher selten. Aber wir haben bisher auch nur mittags geöffnet. Da kommen eben meist nur diejenigen, die nicht so viel Zeit haben, das verstehe ich dann ja auch. Deshalb haben wir ab diesem Frühjahr von Donnerstag bis Samstag auch abends geöffnet, da kann man dann hier auf der Terrasse sitzen.“ Außerdem hat Evrim kurz vor Pandemiebeginn damit angefangen, Tanzabende mit DJ in ihrem Laden zu veranstalten. Vieles musste in den letzten zwei Jahren abgesagt werden, soll dieses Jahr aber nachgeholt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dass ein Sommerabend auf der Terrasse, mit Blick auf den Europahafen, bei Getränken und Meze, auch dort, in einem so jungen und eigentlich eher „unbremischen“ Stadtteil wie der Überseestadt, den gleichen Bremer Flair wie ein Abend an der Schlachte haben kann, ist sehr gut vorstellbar.</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td>Text und Recherche: <br /><em>Annika Schöll</em></td><td>Fotos: <br /><em>Wolfgang Everding</em></td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/96-konsul-smidt-strasse/"><img loading="lazy" decoding="async" width="1250" height="833" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2022/04/96-Konsul-Smidt-Strasse.jpg" alt="" class="wp-image-11106" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2022/04/96-Konsul-Smidt-Strasse.jpg 1250w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2022/04/96-Konsul-Smidt-Strasse-300x200.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2022/04/96-Konsul-Smidt-Strasse-840x560.jpg 840w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2022/04/96-Konsul-Smidt-Strasse-1200x800.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1250px) 100vw, 1250px" /></a></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Zwischen zwei Welten</title>
		<link>https://zeitschrift-der-strasse.de/zwischen-zwei-welten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cory Patterson]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2020 18:02:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leseprobe]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[überseestadt]]></category>
		<category><![CDATA[verkaeuferportrait]]></category>
		<category><![CDATA[winterhafen]]></category>
		<category><![CDATA[zds]]></category>
		<category><![CDATA[zeitschriftderstrasse]]></category>
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					<description><![CDATA[#80 AM WINTERHAFEN – Er wohnt in der Überseestadt, verkauft die Zeitschrift der Straße aber im Ostertor-Viertel. Warum sich Sascha Reul mit „moderner Stadtentwicklung“ schwertut Für die Bewohner:innen des Ostertor-Viertels ist er vermutlich eine Institution: Sascha Reul verkauft dort seit über acht Jahren die Zeitschrift der Straße. Jeden Morgen ist er vor der Sparkasse am Ostertorsteinweg. „Die Leute aus den umliegenden Geschäften und Cafés fragen sogar nach mir, wenn ich mal zwei bis drei Tage nicht da bin“, erzählt Reul. Im besonders guten Kontakt stehe er mit den Mitarbeiter:innen der Sparkasse, von der Filiale habe er sogar eine schriftliche Genehmigung erhalten, dass er an dem Platz sitzen darf. Reul erzählt, er habe viele Stammkund:innen, die extra zu ihm kämen. Doch nicht immer laufe der Kontakt so gut: „Dann sitze ich hier und sehe die Menschen jeden Morgen in den Cafés ihre Kaffees trinken, aber wenn ich auf sie zukomme, behaupten sie, dass sie gar kein Geld hätten“, sagt er. „Und am nächsten Tag sehe ich sie wieder ihren Kaffee für drei Euro trinken.“ Häufig werde &#8230;]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading" id="block-f454c397-fd4b-4e9b-b7c0-84ec119899cc">#80 AM WINTERHAFEN – Er wohnt in der Überseestadt, verkauft die Zeitschrift der Straße aber im Ostertor-Viertel. Warum sich Sascha Reul mit „moderner Stadtentwicklung“ schwertut</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Bewohner:innen des Ostertor-Viertels ist er vermutlich eine Institution: Sascha Reul verkauft dort seit über acht Jahren die Zeitschrift der Straße. Jeden Morgen ist er vor der Sparkasse am Ostertorsteinweg. „Die Leute aus den umliegenden Geschäften und Cafés fragen sogar nach mir, wenn ich mal zwei bis drei Tage nicht da bin“, erzählt Reul. Im besonders guten Kontakt stehe er mit den Mitarbeiter:innen der Sparkasse, von der Filiale habe er sogar eine schriftliche Genehmigung erhalten, dass er an dem Platz sitzen darf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reul erzählt, er habe viele Stammkund:innen, die extra zu ihm kämen. Doch nicht immer laufe der Kontakt so gut: „Dann sitze ich hier und sehe die Menschen jeden Morgen in den Cafés ihre Kaffees trinken, aber wenn ich auf sie zukomme, behaupten sie, dass sie gar kein Geld hätten“, sagt er. „Und am nächsten Tag sehe ich sie wieder ihren Kaffee für drei Euro trinken.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Häufig werde er einfach nur angeguckt. Mit seinem Rollstuhl und der Sauerstoffzufuhr, die er seit einer Lungenentzündung hat, fällt Sascha Reul zwar auf, unangenehm ist es ihm trotzdem. Er bleibt aber schlagfertig: „Hast du ein Problem oder willst du ein Foto haben?“, sagt er in solchen Momenten etwa. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit seiner Geburt vor 48 Jahren lebt er in Bremen. Mit Ende dreißig hatte er einen Schlaganfall, seitdem sitzt er größtenteils im Rollstuhl. Die erste Zeit danach sei besonders schlimm gewesen, berichtet er. Es habe eine ganze Weile gedauert, bis er wieder fit wurde. Die ersten vier Jahre nach dem Schlaganfall lebte er im „Haus am Dobben“, einem Pflegeheim im Bremer Viertel. „Woandershin als in ein Pflegeheim hätte ich nicht gekonnt“, sagt er. „Aber dann heißt es ja immer: ‚Nicht aufgeben!‘, und da bin ich auch nicht der Typ für.“ Als er fitter wurde, suchte er ein neues Zuhause. Und fand es gemeinsam mit einem Pfleger aus dem „Haus am Dobben“, der ebenfalls eine neue Unterkunft brauchte – am Winterhafen in der Überseestadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Zieht da nicht hin“, sagt er. Für die Dreizimmerwohnung im Erdgeschoss müssen sie 1.300 Euro zahlen. „Mit Blick auf das Wasser wäre die Wohnung gleich 400 oder 500 Euro teurer“, meint Sascha Reul. Die Miete muss das Amt bezahlen, so viel verdient er beim Verkauf der Zeitschrift der Straße nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Hause kommt er mit dem Bus, mit der 26. Regelmäßig gebe es bei der Fahrt Probleme. Die vielen Baustellen in der Überseestadt seien so verwirrend, dass sich selbst die Busfahrer:innen verfahren. „Ich habe zu dem Busfahrer gesagt: ‚Da musst du doch links abbiegen!‘, aber dann war es schon zu spät und wir mussten wenden“, sagt Sascha Reul und lacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gebaut wird in der Überseestadt tatsächlich viel. Als eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas beschreibt sich der Stadtteil selbst gerne mit dem Slogan „Standort der Möglichkeiten“. Doch genau diese Möglichkeiten fehlen Sascha Reul. Bei gutem Wetter sei der Park neben seiner Wohnung zwar immer brechend voll mit Kindern und Jugendlichen, die Skaten und Basketball spielen, „aber das war es dann auch schon“. Ansonsten könne man höchstens noch bei Aldi einkaufen gehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Leben sei hier „Am Winterhafen“ keines – besonders wenn er es mit seinem Verkaufsplatz am Sielwall vergleicht. „Da ist immer Halligalli. Aber hier ist so wenig los, da kannst du auch gleich auf den Friedhof gehen und erlebst trotzdem mehr.“ Als er sich vor vier Jahren mit seinem früheren Pfleger eine Wohnung suchte, kam auch die Überlegung auf, im Viertel zu bleiben. Eigentlich würde Sascha Reul immer noch gerne dorthin ziehen. „Aber das kannst du vergessen, mit meinem Rollstuhl komme ich in keins der Häuser rein“, sagt er. „Wir haben damals einfach nichts anderes gefunden.“ Trotzdem hält er die Augen offen, vielleicht ergibt sich ja noch mal die Chance, in einen belebteren Stadtteil zu ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und sonst? „Ich hatte mal einen Kiosk in Walle, das ist fast 30 Jahre her“, sagt er. Sein Laden war direkt am Waller Ring. Als das Walle-Center kam, habe sich der Standort nicht mehr gerechnet. Er hätte mit dem Kiosk zwar in das Walle-Center ziehen können, aber Reul winkt ab: „Die Miete war viel zu hoch. Und dann hätte ich noch Angestellte gebraucht. Das war nichts.“ Jetzt würde er es sich wieder zutrauen, einen Kiosk aufzumachen, gerne auch zu zweit. Nur behindertengerecht müsste er sein, damit er mit seinem Rollstuhl den Laden führen kann. „Aber das wäre doch was!“, sagt Reul und grinst verträumt.</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td>Text: <br /><em>Gunnar Bantz</em></td><td>Fotos: <br /><em>Benjamin Eichler</em></td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/80-am-winterhafen"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2020/09/Header-Winterhafen.jpg" alt="" class="wp-image-9091" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2020/09/Header-Winterhafen.jpg 1200w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2020/09/Header-Winterhafen-300x200.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2020/09/Header-Winterhafen-840x560.jpg 840w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>#80 Am Winterhafen</title>
		<link>https://zeitschrift-der-strasse.de/80-am-winterhafen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cory Patterson]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2020 17:56:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[überseestadt]]></category>
		<category><![CDATA[winterhafen]]></category>
		<category><![CDATA[zds]]></category>
		<category><![CDATA[zeitschriftderstrasse]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://zeitschrift-der-strasse.de/?p=9084</guid>

					<description><![CDATA[EDITORIAL: Die Überseestadt, so hört und liest man es immer wieder, ist ja noch vielen BremerInnen fremd. Auch jenen, die da wohnen. Es fehle das Leben zwischen all den hochpreisigen Geschosswohnungsbauten, heißt es dann, und auch ein wenig die Alltagstauglichkeit des noch recht neuen Stadtteils. Zu diesem Ergebnis kommt selbst eine eigens erstellte Studie. Und auch die Zeitschrift der Straße, die schon des Öfteren im benachbarten Walle zu Gast, war hier noch nie.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h1 class="wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-127799a4375848af24cae1d85e1d84c2" id="block-fbc30b73-4586-4d89-bdd9-8e9282f1cced" style="color:#9a3d88">EDITORIAL: Von Vorurteilen und Inklusion</h1>



<p class="wp-block-paragraph" id="block-6b823548-17ea-4da3-a5f4-a48d7c852f90">Liebe Leser:innen,</p>



<p class="wp-block-paragraph">die Überseestadt, so hört und liest man es immer wieder, ist ja noch vielen Bremer:innen fremd. Auch jenen, die da wohnen. Es fehle das Leben zwischen all den hochpreisigen Geschosswohnungsbauten, heißt es dann, und auch ein wenig die Alltagstauglichkeit des noch recht neuen Stadtteils. Zu diesem Ergebnis kommt selbst eine eigens erstellte Studie. Und auch die <em>Zeitschrift der Straße</em>, die schon des Öfteren im benachbarten Walle zu Gast war, war hier noch nie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also haben wir uns mal auf den Weg gemacht und rund um den Skaterpark am Winterhafen mit vielen Menschen darüber geredet, warum sie eigentlich hierherkommen (Seite 16). Außerdem haben wir eine inklusive Wohngemeinschaft besucht, in der behinderte und nichtbehinderte Menschen zusammen wohnen (Seite 8). In einem dieser hippen Läden haben wir dann Michael Krähe getroffen, der mal Mitbegründer einer wirklich legendären Punkband war, dann als Ingenieur lange Jahre in Japan lebte, schließlich Professor wurde, nun aber hier ein Radladencafé betreibt (Seite 22). Und wir waren bei den Macher:innen eines nichtkommerziellen Radioprojekts, dem es nicht ganz so wichtig ist, möglichst viele Hörer:innen zu haben (Seite 26).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Verkäufer in der Überseestadt haben wir übrigens auch, Sascha Reul – aus seinem Leben erzählen wir auf Seite 28. Zum Schluss veröffentlichen wir leider auch noch zwei Todesanzeigen (Seite 30): Wieder sind zwei unserer Kolleg:innen verstorben.</p>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-835997c37cbca957482835fd68108c07 wp-block-paragraph" style="color:#9a3d88">Viel Spaß beim Lesen wünschen dennoch<br />Jan Zier, Tanja Krämer und das Team der <em>Zeitschrift der Straße</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="2306" height="1500" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3.png" alt="" class="wp-image-13361" style="width:310px;height:auto" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3.png 2306w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-300x195.png 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-1250x813.png 1250w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-1536x999.png 1536w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-2048x1332.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 2306px) 100vw, 2306px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"></p>


<div class="_df_book df-lite" id="df_12960"  _slug="12528-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-3-2-2-2-2-4-2-2-2-2-3-2-2-3-2-2" data-title="80-am-winterhafen-online-lesen" wpoptions="true" thumbtype="" ></div><script class="df-shortcode-script" nowprocket type="application/javascript">window.option_df_12960 = {"outline":[],"autoEnableOutline":"false","autoEnableThumbnail":"false","overwritePDFOutline":"false","enableDownload":"false","direction":"1","pageSize":"0","source":"https:\/\/zeitschrift-der-strasse.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/80-amwinterhafen.pdf","wpOptions":"true"}; if(window.DFLIP && window.DFLIP.parseBooks){window.DFLIP.parseBooks();}</script>



<h3 class="wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-c69803a25563b3463dbb82d44be2f4fb" id="block-a346ef08-5b35-48eb-9e09-664046f7928a" style="color:#9a3d88">28 – Zwischen zwei Welten <a data-type="URL" data-id="https://zeitschrift-der-strasse.de/zwischen-zwei-welten" href="https://zeitschrift-der-strasse.de/zwischen-zwei-welten">(online lesen)</a></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Er wohnt in der Überseestadt, verkauft die <em>Zeitschrift der Straße</em> aber im Viertel. Uns erzählt Sascha Reul, warum er sich mit moderner Stadtentwicklung nach wie vor schwer tut</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="block-94b95fe1-f0a2-4bda-a36b-0afb60ac8479"></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/81-die-lesum/"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2020/10/81_cover.jpg" alt="" class="wp-image-12010" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2020/10/81_cover.jpg 1200w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2020/10/81_cover-300x200.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2020/10/81_cover-840x560.jpg 840w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>#26 Walfischhof</title>
		<link>https://zeitschrift-der-strasse.de/26-walfischhof/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2015 21:44:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[baumstraße]]></category>
		<category><![CDATA[überseestadt]]></category>
		<category><![CDATA[Villenviertel]]></category>
		<category><![CDATA[Walfischhof]]></category>
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					<description><![CDATA[Hintergrundfoto: Clayton Rego/flickr.com EDITORIAL: Aussen grau, innen bunt Kein Baum, kein Busch am Straßenrand, Gewerbebauten, so weit man blickt – der südöstliche Winkel der Überseestadt gleicht einer Einöde. Unsere Autor:innen und Fotograf:innen ließen sich davon nicht entmutigen. Im Walfischhof und in der Baumstraße klopften sie an Türen und Tore und haben dahinter eine ganz wunderbar bunte Mischung von Menschen entdeckt. Wilma Schneider etwa, 84, hat beinahe ihr gesamtes Leben in der Baumstraße verbracht. Als Kind fuhr sie per Anhalter noch auf Pferdekutschen in den Hafen. Nach dem Krieg erlebte sie, wie Lastwagen die Pferde verdrängten und aus dem Villenviertel um den Walfischhof – das als Schwachhausen des Westens galt – ein Gewerbegebiet wurde (S. 8). Genau gegenüber von Frau Schneiders Haus betreibt August Smisl, zwei Meter groß, 125 Kilo schwer, ein hochmodernes Fitnessstudio. Statt über den Weg zum perfekten Körper sprach er mit der Zeitschrift der Straße über seine ganz persönlichen wunden Punkte (S. 22). Diese und drei weitere Geschichten haben unsere Autor:innen für dieses Heft und für unsere Website aufgeschrieben. Viel Spaß beim Lesen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Hintergrundfoto: Clayton Rego/flickr.com</em></p>



<h1 class="wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-01df4d0ddf5d55b3d723b986f09b581d" style="color:#0099d5">EDITORIAL: Aussen grau, innen bunt</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Baum, kein Busch am Straßenrand, Gewerbebauten, so weit man blickt – der südöstliche Winkel der Überseestadt gleicht einer Einöde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Autor:innen und Fotograf:innen ließen sich davon nicht entmutigen. Im Walfischhof und in der Baumstraße klopften sie an Türen und Tore und haben dahinter eine ganz wunderbar bunte Mischung von Menschen entdeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wilma Schneider etwa, 84, hat beinahe ihr gesamtes Leben in der Baumstraße verbracht. Als Kind fuhr sie per Anhalter noch auf Pferdekutschen in den Hafen. Nach dem Krieg erlebte sie, wie Lastwagen die Pferde verdrängten und aus dem Villenviertel um den Walfischhof – das als Schwachhausen des Westens galt – ein Gewerbegebiet wurde (S. 8).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau gegenüber von Frau Schneiders Haus betreibt August Smisl, zwei Meter groß, 125 Kilo schwer, ein hochmodernes Fitnessstudio. Statt über den Weg zum perfekten Körper sprach er mit der Zeitschrift der Straße über seine ganz persönlichen wunden Punkte (S. 22).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese und drei weitere Geschichten haben unsere Autor:innen für dieses Heft und für unsere Website aufgeschrieben. Viel Spaß beim Lesen wünschen ist das Bremer Straßenmagazin – ein gemeinsames Projekt von Studierenden, Journalist:innen, sozial Engagierten, Streetworker:innen, Hochschullehrer:innen und von Menschen, die von Wohnungslosigkeit und Armut bedroht oder betroffen sind.</p>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-2056353d9ff3e026b1d34ca0ef2d8eaa wp-block-paragraph" style="color:#0099d5">Tanja Krämer, Philipp Jarke<br />und das ganze Team der <em>Zeitschrift der Straße</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="2306" height="1500" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3.png" alt="" class="wp-image-13361" style="width:310px;height:auto" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3.png 2306w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-300x195.png 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-1250x813.png 1250w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-1536x999.png 1536w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-2048x1332.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 2306px) 100vw, 2306px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"></p>


<div class="_df_book df-lite" id="df_12537"  _slug="12528-2" data-title="26-walfischhof-online-lesen" wpoptions="true" thumb="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/03/ZdS_Ausgabe_26_Titel_klein2.jpg" thumbtype="" ></div><script class="df-shortcode-script" nowprocket type="application/javascript">window.option_df_12537 = {"outline":[],"autoEnableOutline":"false","autoEnableThumbnail":"false","overwritePDFOutline":"false","enableDownload":"false","direction":"1","pageSize":"0","controlsPosition":"bottom","autoPlay":"false","autoPlayStart":"false","source":"https:\/\/zeitschrift-der-strasse.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/26-Walfischhof.pdf","wpOptions":"true"}; if(window.DFLIP && window.DFLIP.parseBooks){window.DFLIP.parseBooks();}</script>



<h3 class="wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-96d55f4daa198acca4ea5b3815d5c190" style="color:#0099d5"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/ruhe-zum-lernen/">@ – WER BRAUCHT SCHON RUHE ZUM LERNEN? (<span style="text-decoration: underline;">online lesen</span>)</a></h3>



<p class="wp-block-paragraph">100 Dezibel drücken auf die Ohren, wenn angehende Schlagzeuglehrer ihr Spiel verfeinern. Ein Besuch im Trommelwerk</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/27-silberpraege/"><img loading="lazy" decoding="async" width="1250" height="833" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/05/cover_27.jpg" alt="" class="wp-image-11807" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/05/cover_27.jpg 1250w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/05/cover_27-300x200.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/05/cover_27-840x560.jpg 840w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/05/cover_27-1200x800.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1250px) 100vw, 1250px" /></a></figure>
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