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	<title>Westerdeich &#8211; Die Zeitschrift Der Straße</title>
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	<description>Das Bremer Straßenmagazin</description>
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	<title>Westerdeich &#8211; Die Zeitschrift Der Straße</title>
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		<title>#31 Westerdeich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2015 17:34:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Neustadt Hafen]]></category>
		<category><![CDATA[Osterdeich]]></category>
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					<description><![CDATA[Hintergrundfoto: Antonio Ponte/flickr.com EDITORIAL: Alles im Fluss Als unsere Redaktion sich für die kleine Straße Westerdeich links der Weser entschied, waren einige unserer Autoren unsicher: Kann man in einer so beschaulichen Ecke Bremens spannende Geschichten finden? Ein wenig Recherche zeigte: Wie so oft täuschte der erste Eindruck. Allein die Historie dieses Ortes liest sich wie ein Roman. Der Westerdeich war bis in die 1960er-Jahre ein Anziehnungspunkt für Sonnenhungrige und Erholungssuchende aus der ganzen Stadt. Mit einem Sandstrand, der ganze sechs Kilometer lang war, konnte auch der Osterdeich nicht mithalten. Unser historisches Foto gibt einen Eindruck davon, was hier bei gutem Wetter im Sommer los war. Doch die Zeiten änderten sich. Der Sand musste dem Neustädter Hafen weichen, die zahlreichen Kneipen, Wirtschaften und die Badeanstalt wurden vom expandierenden Holzhandel verschluckt. Zurück blieben eine kleine Straße am Deich mit schöner Aussicht auf die Weser – und ihre bunt gemischten Bewohner. Wir trafen Alteingesessene wie den ehemaligen Matrosen Hermann Brandt, den die vorbeiziehenden Schiffe auf eine lukrative Geschäftsidee brachten (S. 20). Einen Wegeobmann im Kleingärtnerverein, der die meiste &#8230;]]></description>
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<p><em>Hintergrundfoto: Antonio Ponte/flickr.com</em></p>



<h1 class="wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-1caf4eeb8a0003c07887bdc43618fcf6" style="color:#ed7302">EDITORIAL: Alles im Fluss</h1>



<p>Als unsere Redaktion sich für die kleine Straße Westerdeich links der Weser entschied, waren einige unserer Autoren unsicher: Kann man in einer so beschaulichen Ecke Bremens spannende Geschichten finden?</p>



<p>Ein wenig Recherche zeigte: Wie so oft täuschte der erste Eindruck. Allein die Historie dieses Ortes liest sich wie ein Roman. Der Westerdeich war bis in die 1960er-Jahre ein Anziehnungspunkt für Sonnenhungrige und Erholungssuchende aus der ganzen Stadt. Mit einem Sandstrand, der ganze sechs Kilometer lang war, konnte auch der Osterdeich nicht mithalten. Unser historisches Foto gibt einen Eindruck davon, was hier bei gutem Wetter im Sommer los war.</p>



<p>Doch die Zeiten änderten sich. Der Sand musste dem Neustädter Hafen weichen, die zahlreichen Kneipen, Wirtschaften und die Badeanstalt wurden vom expandierenden Holzhandel verschluckt. Zurück blieben eine kleine Straße am Deich mit schöner Aussicht auf die Weser – und ihre bunt gemischten Bewohner.</p>



<p>Wir trafen Alteingesessene wie den ehemaligen Matrosen Hermann Brandt, den die vorbeiziehenden Schiffe auf eine lukrative Geschäftsidee brachten (S. 20). Einen Wegeobmann im Kleingärtnerverein, der die meiste Zeit seines Lebens auf einer Parzelle verbrachte, die er nun dem Hochwasserschutz opfern muss (S. 24). Und eine junge Frau, die sich mit Kickboxen ihren Platz in der Welt erkämpft (S. 8). Diese und einige weitere Themen finden Sie in dieser Ausgabe.</p>



<p>Haben Sie Kritik oder Anregungen? Wir freuen uns über Leserbriefe unter redaktion@zeitschrift-der-strasse.de.</p>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-f409c907694e1abf9e1f0df1d66b5666" style="color:#ed7302">Viel Vergnügen wünschen Tanja Krämer, Philipp Jarke<br />und das ganze Team der <em>Zeitschrift der Straße</em></p>


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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="2306" height="1500" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3.png" alt="" class="wp-image-13361" style="width:310px;height:auto" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3.png 2306w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-300x195.png 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-1250x813.png 1250w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-1536x999.png 1536w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2025/07/noch-erhaltlich_3-2048x1332.png 2048w" sizes="(max-width: 2306px) 100vw, 2306px" /></figure>
</div>


<p></p>


<div class="_df_book df-lite" id="df_12589"  _slug="12528-2-2-2-2-2" data-title="31-westerdeich-online-lesen" wpoptions="true" thumbtype="" ></div><script class="df-shortcode-script" nowprocket type="application/javascript">window.option_df_12589 = {"outline":[],"autoEnableOutline":"false","autoEnableThumbnail":"false","overwritePDFOutline":"false","enableDownload":"false","direction":"1","pageSize":"0","source":"https:\/\/zeitschrift-der-strasse.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/31-Westerdeich.pdf","wpOptions":"true"}; if(window.DFLIP && window.DFLIP.parseBooks){window.DFLIP.parseBooks();}</script>



<h3 class="wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-dcd75dde3969ee8d63d9378a29c1dd33" style="color:#ed7302"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/ein-schnack-mit-stefan/">30 –</a> <a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/ein-schnack-mit-stefan/">EIN SCHNACK MIT &#8230; STEFAN (<span style="text-decoration: underline;">online lesen</span>)</a></h3>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/32-geteviertel/"><img decoding="async" width="1250" height="833" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/10/cover_32.jpg" alt="" class="wp-image-11825" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/10/cover_32.jpg 1250w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/10/cover_32-300x200.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/10/cover_32-840x560.jpg 840w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/10/cover_32-1200x800.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1250px) 100vw, 1250px" /></a></figure>
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		<title>Ein Schnack mit Stefan</title>
		<link>https://zeitschrift-der-strasse.de/ein-schnack-mit-stefan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2015 15:08:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leseprobe]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenverkäufer]]></category>
		<category><![CDATA[Verkaufsplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Westerdeich]]></category>
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					<description><![CDATA[#31 WESTERDEICH – Über einen Umweg kam er zur Bildhauerei, durch einen guten Freund zur Zeitschrift der Straße Ich bin in Tenever aufgewachsen, zusammen mit meiner Schwester. Als ich elf Jahre alt war, ist unsere Mutter abgehauen und hat den Kontakt zur Familie abgebrochen. Zwei Jahre später ist dann unser Vater gestorben. Meine Schwester und ich wohnten erst für ein halbes Jahr bei unseren Großeltern, danach ein Jahr bei einer Pflegefamilie. Aber das war nur für den Übergang, bis wir einen Platz im Heim bekamen: in Alten Eichen in Huchting. Dort habe ich mit acht anderen Jugendlichen in einer Wohngruppe gelebt. Nach der Schule habe ich als Lagerist gearbeitet, über eine Zeitarbeitsfirma. Ich hatte immer nur kurze Verträge, die brauchten halt nur neue Leute, wenn dort besonders viel los war. Nach einem Jahr habe ich damit aufgehört. Was ich dann gemacht habe? Ich habe Dinge verkauft, von denen ich lieber die Finger gelassen hätte. War keine gute Idee. Nach einiger Zeit haben sie mich erwischt. Das war’s dann. Im Gefängnis hab ich in der Bildhauerwerkstatt &#8230;]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">#31 WESTERDEICH – Über einen Umweg kam er zur Bildhauerei, durch einen guten Freund zur Zeitschrift der Straße</h2>



<p>Ich bin in Tenever aufgewachsen, zusammen mit meiner Schwester. Als ich elf Jahre alt war, ist unsere Mutter abgehauen und hat den Kontakt zur Familie abgebrochen. Zwei Jahre später ist dann unser Vater gestorben.</p>



<p>Meine Schwester und ich wohnten erst für ein halbes Jahr bei unseren Großeltern, danach ein Jahr bei einer Pflegefamilie. Aber das war nur für den Übergang, bis wir einen Platz im Heim bekamen: in Alten Eichen in Huchting. Dort habe ich mit acht anderen Jugendlichen in einer Wohngruppe gelebt.</p>



<p>Nach der Schule habe ich als Lagerist gearbeitet, über eine Zeitarbeitsfirma. Ich hatte immer nur kurze Verträge, die brauchten halt nur neue Leute, wenn dort besonders viel los war. Nach einem Jahr habe ich damit aufgehört. Was ich dann gemacht habe? Ich habe Dinge verkauft, von denen ich lieber die Finger gelassen hätte. War keine gute Idee. Nach einiger Zeit haben sie mich erwischt. Das war’s dann.</p>



<p>Im Gefängnis hab ich in der Bildhauerwerkstatt gearbeitet. Das war genau das Richtige für mich. Zwei professionelle Bildhauer kamen regelmäßig in die Anstalt und haben uns angelernt. Mit der Zeit konnte ich dann richtige Skulpturen anfertigen, aus Stein und Holz. Zum Beispiel habe ich einen Wal aus Stein gehauen, ein anderes Projekt war eine Bank. Die Sachen wurden verkauft und in der Stadt aufgestellt. Mein letzter Auftrag war, kleine Tonfiguren für Beamte anzufertigen, die in Pension gingen – als Abschiedsgeschenk.</p>



<p>Künstlerische Arbeit liegt mir, das habe ich von meinem Vater. Als ich fünf oder sechs Jahre alt war, hat er viel mit mir gemalt. Als ich etwas älter war, haben wir gemeinsam Glas graviert oder mit dem Lötkolben auf Holz gemalt. Derzeit zeichne ich viele Graffitis (auf Papier, nicht auf Wänden!) und Mangas: Drachen, Wikinger, Frauen, keltische Symbole.</p>



<p>Mein Traum ist, eine Ausbildung zum Bildhauer zu machen. Vielleicht wird das eines Tages noch mal was. Derzeit muss ich mich mit Zeichnen begnügen, mein Zimmer ist zu klein für eine Werkstatt, außerdem sind die Werkzeuge teuer, die Hämmer, Meißel, Feilen, auch das Material.</p>



<p>Zur Zeitschrift der Straße bin ich durch Bommel gekommen. Er ist ein guter Freund von mir, wir kennen uns schon ewig. Bommel verkauft die Zeitschrift schon länger und hat mich mal mitgenommen. Seit einem Jahr stehen wir beide am Hauptbahnhof, entweder beim Edeka oder bei den Parkautomaten. Wir wechseln uns da ab. Am Parkautomaten gibt es mehr Trinkgeld, dafür kaufen die Leute am Supermarkt mehr Zeitschriften. Da sind viele Stammkunden dabei, von der swb und sogar ein Polizist.</p>



<p>Apropos Polizei: Neulich hat am Bahnhof ein verwirrter Mann einen Betonklotz in eine Autoscheibe geschmissen. Ich habe ihn beobachtet und die Polizei gerufen. Ein paar Straßen weiter haben sie ihn geschnappt. Muss ja nicht sein, so was.</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td>Protokoll &amp; Foto:</td><td><em>Philipp Jarke</em></td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://zeitschrift-der-strasse.de/31-westerdeich/"><img decoding="async" width="1250" height="833" src="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/09/cover_31-1250x833.jpg" alt="" class="wp-image-11823" srcset="https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/09/cover_31-1250x833.jpg 1250w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/09/cover_31-300x200.jpg 300w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/09/cover_31-1536x1024.jpg 1536w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/09/cover_31-840x560.jpg 840w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/09/cover_31-1200x800.jpg 1200w, https://zeitschrift-der-strasse.de/wp-content/uploads/2015/09/cover_31.jpg 1875w" sizes="(max-width: 1250px) 100vw, 1250px" /></a></figure>
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