EDITORIAL: Von Hunden und Handwerkern
Liebe Leser:innen,
„was für eine langweilige Straße“, sagte einer, als wir in der Redaktionskonferenz das erste Mal über den Arsterdamm sprachen. Aber das war natürlich nur eines dieser Vorurteile, dem auch Journalistenmenschen leider manchmal aufsitzen. Wir korrigieren das hiermit. Nur für den Fall, dass es auch Leser:innen gibt, die das ganz kurz gedacht haben, eh sie das Heft dann ja doch mitgenommen haben.
In einer Billardhalle, die bis vor kurzem noch „Rock n‘ Ball“ hieß, haben wir unter anderem Rey Ölzer getroffen, die Sie nun schon vom Cover kennen. Der Rest der Geschichte findet sich ab Seite 12. Außerdem waren wir bei Sabine Etzmuß, die für andere Leute furchterregende und hierzulande ausnehmend seltene Hunde züchtet, diese aber sogar küsst (Seite 20). Und wir sind in aller Herrgottsfrühe aufgestanden, um einen der letzten Bäcker weit und breit bei der Arbeit zu treffen, der noch nicht irgendwelchen Franchise-Ketten oder Supermarktware zum Opfer gefallen ist (Seite 14). Apropos Gott: in einem pastellig-coolen Pop-Gottesdienst waren wir auch. Und zwar in einer erfolgreichen evangelikalen Gemeinde (Seite 26), die an Zungenrede glaubt und von Gottes siegreichen Kriegen predigt. Wer es säkulärer mag: Wir haben uns auch mal genauer erklären lassen, was ein Programm wie „Wohnen in Nachbarschaften“ in einem benachteiligten und etwas zu unrecht verrufenen Stadtteil alles erreichen kann (Seite 8).
Viel Vergnügen beim Lesen wünschen
Jan Zier, Tanja Krämer und das Team der Zeitschrift der Straße

Aus dem Inhalt:
„Das Haus der bunten Kugeln“ (online lesen)


