Alle Artikel in: Meldung

Mehrere Personen liegen auf der Straße, zugedeckt mit blauen und weißen Decken, sichtbar sind nur ihre Beine und Füße.

Kälte, Hilfe, Wohnungslose, Flüchtlinge

Am 5. Januar posteten wir auf Facebook und Twitter einen Aufruf, besonders in der kalten Jahreszeit mit offenen Augen durch die Stadt zu gehen, auf ausgekühlte Menschen und Draußenschläfer zu achten und ihnen ggf. Hilfe zu leisten. Der Aufruf, den wir eigentlich schon im November letztes Jahr verfasst und auf unserer Website veröffentlicht hatten, wurde innerhalb von zwei Tagen über 5000 Mal aufgerufen. Für unsere Verhältnisse ist das eine hohe Zahl, die wohl dadurch zustande kam, dass wir dem Aufruf den Bericht über eine erfrorene obdachlose Frau in Düsseldorf beigefügt hatten (siehe Foto oben). Es liegt nicht nur am Wohnraum In der Folge erreichten uns einige Nachfragen und Kommentare zu dem Aufruf. Sinngemäß ging es darum, warum im reichen Deutschland eigentlich noch immer Menschen auf der Straße leben (müssen) und ob der Staat da nicht genug tue, weil er zu sehr mit Flüchtlingen beschäftigt sei. Zur Frage, warum Menschen auf der Straße leben, ist im Magazin ‚brand eins‘ im Jahr 2012 ein Artikel erschienen, der einige der Gründe darlegt und vor allem deutlich macht, warum …

Grüne stilisierte Weihnachtsbaumform aus Dreiecken mit roten Punkten auf blauem Hintergrund, rechts rotes Logo und Text 'DIE ZEITSCHRIFT DER STRASSE DAS BREMER STRASSENMAGAZIN' sowie Weihnachtsgrüße in weißer Schrift.

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr

In den turbulenten letzten Wochen haben wir uns Mühe gegeben, das Wesentliche nicht aus dem Blick zu verlieren: Weihnachten, Fest der Liebe und Mitmenschlichkeit. Im Mittelpunkt standen auch dieses Jahr wieder unsere rund 80 Verkäuferinnen und Verkäufer, die bei niedrigen Temperaturen und oft widrigen Bedingungen viele Stunden draußen stehen, um die Zeitschrift der Straße anzubieten. Aus den Händen unseres fürsorglichen Vertriebsteams erhielten sie schon am 21. Dezember ihre Weihnachtsgeschenke: warme Mützen, Schals und Handschuhe, Süßigkeiten und – bei vielen am wichtigsten – Tabak. Das Geld für die Weihnachtsgeschenke hatten wir in den Wochen zuvor von großzügigen Spenderinnen und Spendern erhalten (Spenden können wir übrigens auch weiterhin gut gebrauchen; hier geht’s zum Spendenformular). Die Weihnachtsgeschenke wurden von unserem studentischen Marketing-Team der Hochschule Bremerhaven in einer konzertierten Aktion beschafft und verpackt. Als Treibstoff dienten dem Team beträchtliche Mengen Weihnachtsgebäck und Tee. Schon am 5. Dezember fand die gemeinsame Weihnachtsfeier  von Redaktion, Vertrieb, Marketing und Leitungsteam statt. Wenn Sie beim Betrachten der Fotos Lust bekommen haben, selber bei der Zeitschrift der Straße mitzuwirken, gehen Sie ins neue Jahr …

Schriftzug 'SPENDENSPRINT' in Rot und Weiß, darüber Datum '19. Dezember ab 10 Uhr', darunter 'Schnellste Spenden x2', mit Silhouette einer Stadt im Vordergrund und Logo der Zeitschrift der Straße oben rechts.

Schnelle Spende = Doppelte Spende

Am Montag, den 19. Dezember, ab 10 Uhr morgens können Sie der Zeitschrift der Straße und ihren Straßenverkäufer:innen mit Ihrer Spende doppelt so viel helfen! Denn die Spendenplattform Betterplace.org, über die wir alle Online-Spenden abwickeln, verdoppelt Ihre Spende! Das tut Betterplace.org allerdings nicht unbegrenzt. Alle Einzelspenden (bis zu 200 Euro), die über Betterplace.org für die Zeitschrift der Straße oder eines der ca. 50 weiteren teilnehmenden Projekte eingehen, werden solange verdoppelt, bis eine Gesamtsumme von 10.000 Euro erreicht ist. Deshalb ist die Aktion ein Spendensprint: nur die schnellsten Spenden werden verdoppelt. Möchten Sie uns mit Ihrer Spende doppelt helfen? Dann spenden Sie am 19. Dezember gleich um 10 Uhr morgens. Nutzen Sie dafür bitte unsere Projektseite bei Betterplace.org, damit Ihre Spende auch wirklich am Spendensprint teilnimmt: http://zeitschriftderstrasse.betterplace.org/ Übrigens können Sie auf der Projektseite auswählen, welchem Zweck Ihre Spende dienen soll. Dort berichten wir auch nach dem Ende des Spendensprints vom Ergebnis des Tages. Bitte erzählen Sie anderen von der Aktion und teilen Sie diesen Aufruf in den sozialen Netzwerken, damit wir in der Weihnachtszeit vor allem …

Großes, verziertes Grabmal mit Kreuzrelief auf einem Friedhof, umgeben von Grabsteinen und Bäumen.

Abschied nehmen am 20. November

Wenn obdachlose Menschen sterben, werden sie meist anonym bestattet, den genauen Ort kennen nur die Behörden. So war es lange Zeit auch in Bremen, bis der Verein für Innere Mission vor vier Jahren eine Urnengrabstätte auf dem Waller Friedhof eingerichtet hat (Foto). Hier werden Menschen, die weder ein Obdach noch Angehörige hatten, würdevoll bestattet. Ihre Namen sind auf steinernen Büchern verewigt, die zu beiden Seiten des Grabsteins stehen. „Solch ein Begräbnis verleiht dem Tod der Wohnungslosen eine Würde, die sie im Leben oft genug nicht erfahren durften“, sagt Bertold Reetz, Leiter der Wohnungslosenhilfe des Vereins. Finanziert werden konnte die Grabstätte durch private Spenden und mithilfe der Stadt. Am Sonntag, 20. November 2016, wird wieder in einem Gottesdienst an die Verstorbenen erinnert. Zu der jährlich stattfindenden Veranstaltung werden rund 130 Gäste erwartet, darunter Freunde und Bekannte der Verstorbenen. Aber auch interessierte Bürger, die die Verstorbenen würdigen möchten, sind zu der Feier herzlich eingeladen. Gottesdienst zum Gedenken an die verstorbenen wohnungslosen Menschen in Bremen: Sonntag, 20. November 2016, 11 UhrKapelle des Friedhofs WalleWaller Friedhofstraße, 28219 Bremen(Straßenbahnlinien 2 …

Tafel mit mathematischen Formeln im Hintergrund und dem Text 'DAS NEUE WINTER SEMESTER BEGINNT!' in weißer und pinker Kreideschrift.

Uni der Straße: Auf ein Neues

Die Uni der Straße (UdS) startet ins Wintersemester. Vorab sprachen wir mit Cory Patterson, dem Koordinator dieses besonderen Bildungsangebots. Neugierig auf die Uni der Straße? Hier geht’s zu den Veranstaltungen des Wintersemesters und zur Anmeldung. Alle Veranstaltungen sind kostenlos und offen für jede und jeden. Im Sommer ging die UdS mit einem Probesemester an den Start. Was lief besonders gut? Sehr gut angenommen wurden die Workshops, allen voran „Trommeln für den Widerstand“ mit einer Action-Samba-Gruppe, die auf Demonstrationen spielt. Die haben die Instrumente und Kommandozeichen erklärt, und dann haben die Teilnehmer einen einfachen Rhythmus einstudiert, den sie mit der Sambagruppe am Ende des Workshops auch draußen auf der Straße gespielt haben. Das hat echt Spaß gemacht! Toll angenommen wurde auch die „Einführung ins Darstellende Spiel“ mit einer Lehrerin, mit der wir praktische Übungen gemacht und Dialoge einstudiert haben. Das kam so gut an, dass wir in diesem Semester erneut „Darstellendes Spiel“ anbieten. Wo gab es Probleme? Einige Veranstaltungen waren schwach besucht, weil die Themen für die Hauptzielgruppe offenbar nicht interessant waren. Deshalb haben wir uns …

Schwarz-weiße Linienzeichnung einer befestigten Stadt mit Mauern, Türmen, Gebäuden und Fluss, beschriftet mit 'TABULA XIII' und einem Wappenschild mit Text.

Helfen Sie mit: Bremer Straßen für 2017

Ihre Stadtkenntnis ist gefragt. Wir suchen Bremer Straßen und Orte für unsere nächsten Ausgaben Seit Anfang 2011 thematisiert die Zeitschrift der Straße in jeder Ausgabe eine Straße bzw. einen Ort in Bremen. Sie beschäftigt sich mit den Menschen, die sich an den Orten aufhalten, und mit dem Leben auf den Straßen. Die Zeitschrift der Straße erzählt Geschichten, die es nirgendwo sonst zu lesen gibt. Inzwischen ist auf diese Weise ein „journalistischer Stadtplan“ in 42 Teilen entstanden, und fast monatlich kommt ein neuer hinzu. Die meisten Ausgaben unserer Zeitschrift können Sie online lesen (Rubrik LESEN im Hauptmenü). Für 2017 sind wir noch auf der Suche nach Straßen und Orten mit Potenzial, um ihnen Ausgaben zu widmen. Ob eine Straße „schön“ oder ein Ort „bedeutend“ ist, spielt für uns keine Rolle. Meist sind es unscheinbare, etwas abgelegene Straßen, die mit Überraschungen aufwarten. Möchten Sie uns eine Straße oder einen Ort vorschlagen? Dann teilen Sie uns mit, worin Sie das Potenzial dieser Straße bzw. dieses Ortes sehen. Welche Geschichten gibt es dort zu entdecken und zu erzählen? Was …

Gruppe von Menschen vor dem Café Papagei mit grünem Schild 'Treffpunkt für Wohnungslose', roter Schriftzug 'EINLADUNG' im Vordergrund.

INFO-ABEND UND KENNENLERNEN

Wie entsteht eigentlich eine Ausgabe der Zeitschrift der Straße? Wie gelangt sie in den Straßenverkauf? Wie werden die StraßenverkäuferInnen unterstützt? Wie sieht das Vertriebsbüro aus? Welche Projekte hat das Team der Zeitschrift der Straße für die nächste Zeit in der Pipeline? Welche Möglichkeiten bietet die Zeitschrift für freiwilliges Engagement? Am Donnerstag, den 27. Oktober 2016, ab 17 Uhr erhalten Sie Antworten auf diese und weitere Fragen. Der Freundeskreis der Zeitschrift der Straße lädt alle Interessierten ein zu einer Info-Veranstaltung ins Café Papagei (Auf der Brake 2, 28195 Bremen). VertreterInnen von Redaktion, Vertrieb, Marketing und auch der Uni der Straße stellen ihre Arbeitsbereiche vor und stehen danach in lockerer Runde bei Snacks und Getränken für Gespräche zur Verfügung. Natürlich freut sich der Freundeskreis auch über neue Mitglieder und bietet die Möglichkeit, während des Abends beizutreten. Wir freuen uns darauf, Sie zu dem Treffen begrüßen zu dürfen. Damit wir besser planen können, bitten wir Sie um eine unverbindliche Anmeldung. Tut uns leid, die Anmeldung ist inzwischen geschlossen.

Rotes Logo und Schriftzug 'DIE ZEITSCHRIFT DER STRASSE' auf weißer Mauer mit rotem Text zur Vertriebsunterstützung und Kontaktinformationen.

Kommen Sie in unser Vertriebsteam!

Sie kennen und lieben die Zeitschrift der Straße? Sie wissen, dass Bremens Straßenmagazin von Studierenden als Lernprojekt erstellt wird? Sie haben vielleicht sogar Ihre Stammverkäuferin bzw. Ihren Stammverkäufer in der Stadt? Dann fragen Sie sich vielleicht, wie die StraßenverkäuferInnen eigentlich an die Hefte kommen, die sie verkaufen, und wer die VerkäuferInnen betreut. Die Antwort auf fast alles ist (und hat) unser Vertriebsteam! Es besteht aus knapp einem Dutzend Ehrenamtlicher im Alter zwischen 20 und 70 Jahren. In zwei Schichten pro Tag zu je drei Stunden betreiben sie das Vertriebsbüro in der Innenstadt. Was bedeutet das? Im Mittelpunkt steht immer der Kontakt mit den StraßenverkäuferInnen, die das Büro aufsuchen, um Hefte für 90 Cent zu kaufen, die sie anschließend auf der Straße für 2 Euro anbieten. Das Vertriebsteam prüft Verkäuferausweise, gibt Hefte aus, kassiert das Geld, trägt den Umsatz in eine Datenbank ein und macht am Ende der Schicht eine Abrechnung. Neuen VerkäuferInnen werden die Verkaufsregeln erklärt und Ausweise ausgestellt. Ebenso wichtig wie der Heftverkauf sind die Gespräche mit den VerkäuferInnen, die mit ihren Sorgen und …

Große Gruppe von Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts steht vor dem Onassis Cultural Centre, viele tragen Namensschilder und Sommerkleidung.

Tagung der Straßenzeitungen in Athen

Am 13.–16. Juni 2016 fanden sich 120 Vertreterinnen und Vertreter von 59 Straßenzeitungen und -magazinen aus 30 Ländern in Athen ein (Bild oben). Dorthin hatte unser Dachverband INSP (International Network of Street Papers) zur Jahrestagung geladen. Ausgerichtet wurde die Tagung von Shedia, dem griechischen Straßenmagazin, das erst 2013 gegründet wurde, aber seither enorm erfolgreich agiert und viel Aufmerksamkeit erfährt. Dank einer Förderung des Stifterverbands konnte ich die Zeitschrift der Straße in Athen vertreten und von dort live über Twitter berichten. Die Umstände der Tagung waren schwierig. Täglich streikten unterschiedliche öffentliche Verkehrsbetriebe. Ein Fluglotsenstreik lag in der Luft. Und das Hotel, in dem die meisten Teilnehmer wohnen sollten, hatte eine Woche vor Beginn der Tagung den Betrieb eingestellt und Insolvenz angemeldet. Das durch jahrelange Politik- und Wirtschaftskrise gestählte griechische Organisationsteam vermochte es trotzdem, eine nahezu perfekte Tagung zu zaubern. Im Kern dient die jährliche INSP-Tagung dem Erfahrungsaustausch, Training, gegenseitiger Beratung, dem Hervorheben besonderer Innovationen und neuer Entwicklungen sowie der Stärkung von Kooperation und Solidarität. Zusätzlich setzt jede Tagung eigene Akzente, die in Athen auf sozialem Unternehmertum …

Text auf violettem Hintergrund mit den Worten 'WER', 'WIE', 'WAS' in großen grünen, orangen und gelben Buchstaben, daneben Fragen zur Zeitschrift der Straße in weißer Schrift.

Die Umfrage 2016

Liebe:r Leser:in der Zeitschrift der Straße, drei Jahre sind verstrichen seit unserer letzten Umfrage. Durch Kommentare auf unserer Facebook-Seite, Leserbriefe, Korrespondenz, Telefonate und durch persönliche Treffen erhalten wir zwar fortlaufend Rückmeldungen. Aber für unsere Arbeit an Bremens Straßenmagazin ist es wichtig, dass wir hin und wieder auch ein breit angelegtes, systematisches Feedback einholen. Bitte nehmen Sie sich deshalb zehn Minuten Zeit, um unsere Fragen zu beantworten. Als Dankeschön für Ihre Antworten haben Sie die Möglichkeit, an einer Verlosung teilzunehmen. Nach dem Ende der Umfrage im Herbst verlosen wir drei große Canvasco-Umhängetaschen der unverkäuflichen Edition Zeitschrift der Straße 2013. Der Aufdruck „Das Knistern der Straße“ ist eine Anspielung auf die Titelgeschichte der Ausgabe #1 SIELWALL vom Februar 2011. Darüber hinaus gibt es fünf Gutscheine für spannende und unterhaltsame Stadtführungen der Bremenlotsen zu gewinnen. Das Team der Zeitschrift der Straße bedankt sich für Ihre Mithilfe. Die Umfrage ist bereits beendet.