Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schlachte

Weihnachtsmarkt mit beleuchteten Ständen und Menschen, im Vordergrund ein Cover der Zeitschrift der Straße mit einem Segelschiff und Hochhaus.

#133 Schlachte

Titelfoto: Wolfgang Everding / Hintergrundfoto: Torsten Schmidt EDITORIAL: Weser und Weihnachtsmarkt Liebe Leser:innen, im Sommer quirlige Partymeile, im Winter windig und leer – bis die Weihnachtszeit kommt, so wie jetzt gerade: Dann erstrahlt die Schlachte wieder in vollem Glanz, und zwar für die Mittelalter-Version des Weihnachtsmarktes oder zumindest das, was wir dafür halten. Was es damals eigentlich wirklich so an Streetfood gab, erklärt Friederike Quander in einem erfrischenden Text, der mit so einigen Mythen und Vorurteilen aufräumt (S. 24). Das Windig-Leere finden Sie in diesem Heft aber auch, und zwar in unserer Bildstrecke. Fotograf Torsten Schmidt war für uns morgens um sieben an der Schlachte, also dann, wenn wirklich noch gar nichts los ist. Und das hat seinen ganz eigenen Reiz (S. 18). Unser Versuch, ein bisschen Weihnachtsgeld zu verdienen, ist indessen kläglich gescheitert: Zu dritt waren wir in der Spielbank, haben Automaten mit unserem Geld gefüttert und uns währenddessen von der Fachstelle Glücksspielsucht erklären lassen, was genau daran eigentlich so gefährlich ist. Und ein bisschen haben wir das auch selbst gemerkt (S. 8). Etwas …

Schwarz-weiße Szene mit Fahrrad an einem Geländer am Wasser, Schattenmuster auf dem Boden, daneben das Cover der Zeitschrift der Straße mit zwei sitzenden Personen und dem Titel 'TEERHOF'.

#118 Teerhof

EDITORIAL: Reif für die Insel Liebe Leser:innen, Bremen ist eine Stadt am Wasser, das wissen Sie natürlich. Aber während etwa in unserer letzten Ausgabe über die Flughafenallee davon nur wenig zu mer­ken war, gilt es für diese hier umso mehr. Der Teerhof, die kleine Halb­insel zwischen Schlachte und Neustadt, ist wahrscheinlich das wässrigste Quartier der Stadt. Als spitzes Ende des Stadtwerdersliegt die Straße sozusagen mitten in der Weser, oder genauer gesagt: zwischen dem Fluss und seinem Nebenarm. Besonders viel zu sehen ist davon allerdings nicht, wenn man erst mal da ist. Links wie rechts ist die Straße von mehrstöckigen Häusern gesäumt und macht eher den Eindruck eines lang gezogenen Innenhofs. „Wie eine Burg“, hatten sich gleich mehrere unserer Redakteur:innen beim ersten Besuch notiert. Und tatsächlich: Diese Erfahrung der Abschottung ist uns auch über die ganze Recherche hinweg erhalten geblieben. Während wir direkt vorn an der Bürgermeister-Smidt-Brücke sowohl das Kunstmuseen Weserburg (S. 8) als auch die benachbarte Gesellschaft für Aktuelle Kunst (S. 20) sehr ergiebige Einblicke in zeit­genöss­ische Malerei und Installation gewinnen konnten, ist uns der hintere Teil der …