Alle Artikel mit dem Schlagwort: Weserburg

Schwarz-Weiß-Foto einer Person mit einer Crackpfeife, abgebildet auf dem Cover des Magazins „Zeitschrift der Straße“ mit der Überschrift „Cold As Ice“ und einem Preisaufkleber von 2,80 Euro. Im Hintergrund ein historisches Gebäude.

#132 Cold As Ice

Titelfoto: Torsten Schmidt EDITORIAL: Ist das Kunst oder was? Liebe Leser:innen, mehr als 100 Bremer Straßen und Orte haben wir in den bald 15 vergangenen Jahren besucht. Dass mit diesem Heft keine neue Straße dazukommt, liegt nun nicht daran, dass es keine mehr geben würde oder dass uns die Ideen ausgingen. Im Gegenteil: Es geht um eine ganz besondere Idee, die im ersten Moment allerdings ehrlich gesagt gar nicht unsere war. In der Weserburg – Museum für moderne Kunst – ist vom 20.09.2025 bis zum 15.03.2026 die Ausstellung „Cold as Ice. Kälte in Kunst und Gesellschaft“ zu sehen: künstlerische Arbeiten über soziale Kälte und Versuche, die Gesellschaft wenigstens hier und da ein wenig zu entfrosten. Und weil wir, als Zeitungsprojekt für Menschen auf der Straße, etwas ganz Ähnliches tun, hat man uns gefragt, ob wir uns nicht eine Ausgabe zum Thema vorstellen könnten. Und das konnten wir. Gefunden haben wir den Kampf gegen die Kälte in unterschiedlichsten Zusammenhängen. In der von Crack überrollten Drogenszene am Hauptbahnhof etwa (Seite 8), aber auch in den neuen Versuchen …

Schwarz-weiße Szene mit Fahrrad an einem Geländer am Wasser, Schattenmuster auf dem Boden, daneben das Cover der Zeitschrift der Straße mit zwei sitzenden Personen und dem Titel 'TEERHOF'.

#118 Teerhof

EDITORIAL: Reif für die Insel Liebe Leser:innen, Bremen ist eine Stadt am Wasser, das wissen Sie natürlich. Aber während etwa in unserer letzten Ausgabe über die Flughafenallee davon nur wenig zu mer­ken war, gilt es für diese hier umso mehr. Der Teerhof, die kleine Halb­insel zwischen Schlachte und Neustadt, ist wahrscheinlich das wässrigste Quartier der Stadt. Als spitzes Ende des Stadtwerdersliegt die Straße sozusagen mitten in der Weser, oder genauer gesagt: zwischen dem Fluss und seinem Nebenarm. Besonders viel zu sehen ist davon allerdings nicht, wenn man erst mal da ist. Links wie rechts ist die Straße von mehrstöckigen Häusern gesäumt und macht eher den Eindruck eines lang gezogenen Innenhofs. „Wie eine Burg“, hatten sich gleich mehrere unserer Redakteur:innen beim ersten Besuch notiert. Und tatsächlich: Diese Erfahrung der Abschottung ist uns auch über die ganze Recherche hinweg erhalten geblieben. Während wir direkt vorn an der Bürgermeister-Smidt-Brücke sowohl das Kunstmuseen Weserburg (S. 8) als auch die benachbarte Gesellschaft für Aktuelle Kunst (S. 20) sehr ergiebige Einblicke in zeit­genöss­ische Malerei und Installation gewinnen konnten, ist uns der hintere Teil der …