Alle Artikel mit dem Schlagwort: Werder

Ausgabe 37 der Zeitschrift der Straße zeigt eine Pastorin vor einem normale Wohnhaus in der Friedhofstraße.

#137 Friedhofstrasse

Titelfoto: Wolfgang Everding / Hintergrundfoto: Staatsarchiv Bremen EDITORIAL: Highway to Heave Liebe Leser:innen und Leser, von der Wiege bis zur Bahre: In der Friedhofstraße kann man so gut wie alles machen. Getauft werden zum Beispiel, ganz vorne, in der Rembertikirche. Begraben werden auf dem Riensberger Friedhof. Und dazwischen: einkaufen bei Edeka, mexikanisch essen gehen, Fisch kaufen bei Wöhlke. Wohnen kann man hier auch, in dieser seltsamen Straße mit ihrem verwegenen Architekturmix. Der hat es uns so angetan, dass wir ihm gleich unsere Bildstrecke (Seite 16) gewidmet haben. Nichts will hierso richtig zusammenpassen, Anbauten aller Art verschandeln schöne alte Häuser, alles wirkt irgendwie, als sei es hier nur mal zufällig vorbeigekommen – und geblieben.Der Friedhof immerhin ist ein Prachtstück, dem man wie dem Bürgerpark die Handschrift Wilhelm Benques noch heute ansieht. Seiner eigentlichen Funktion wird der Friedhof allerdings nur noch eingeschränkt gerecht, Erdbestattungen sind hier aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht mehr möglich. Ein Übriges tut der Maulwurf, der über den Friedhof marodiert und den Grabpflegenden einiges Kopfzerbrechen bereitet. Ob eine Quark-Knoblauch-Sauermilch-Mischung hilft, ihn zu vergrämen, lesen Sie …

#136 Hollerallee

Titelfoto: Norbert Schmacke / Hintergrundfoto: Staatsarchiv Bremen EDITORIAL: Holla di hi, holla di ho Liebe Leser:innen und Leser, die Hollerallee ist nicht unbedingt eine Straße für den Spaziergang, was aber nicht daran liegt, dass es dort nicht schön wäre. Ganz im Gegenteil: Sofern man nicht in den etwas unübersichtlich geführten Fahrradverkehr gerät, ist es da eigentlich ganz beschaulich und bietet neben stilvollen Altbauten und Natur auch immer wieder Raum für einen Blick in die Weite. Dass man trotzdem – wenn überhaupt – dann eher in Eile hier durchrauscht, hat zwei Gründe: Erstens ist die Hollerallee ein manchmal auch bedrängtes Nadelöhr, eine von wenigen Ost-West-Querungen zwischen Bürgerpark, Stadthalle, Bürgerweide und Bahnhof. Und wenn man es dann mal nicht eilig hat, ist der Park nebenan eben doch die noch schönere Strecke. Für diese Ausgabe der Zeitschrift der Straße haben wir uns die Zeit trotzdem genommen, die Hollerallee auf der Suche nach Geschichten in Ruhe abzulaufen. Und natürlich sind wir auch fündig geworden. Da wäre etwa die Villa Müller-Schall, die zuerst ihren Namensgeber, dann die SA beherbergte, später …

Zeitschrift mit Titel "Die Zeitschrift der Straße" zeigt Mann mit Besen und Kehrblech auf Stadiontribüne neben Ordner mit signierten Fußballspielerkarten

#135 Werder

Titelfoto: Tim Lachmann / Hintergrundfoto: Beate C. Koehler EDITORIAL: Vom Feeling her ein gutes Gefühl Liebe Leser:innen, das wäre ja was geworden: Während wir fröhlich diese Ausgabe vor uns hinproduzierten, Interviews führten, Fotos machten, Illustrationen zeichneten – verlor Werder Spiel um Spiel und rutschte immer tiefer in den Tabellenkeller. Und so hielten nicht nur die zunehmend mürrischen Fans den Atem an, sondern irgendwann auch wir: Die werden ja wohl nicht absteigen, jetzt, wo wir so ein schönes Heft über sie machen?! Seit den Siegen gegen Heidenheim und Union sind zumindest wir wieder deutlich entspannter – na bitte, geht doch. Wir jedenfalls glauben an den Klassenerhalt. Und Sie vermutlich auch, sonst hätten Sie das Heft vielleicht gar nicht gekauft, das Sie jetzt in den Händen halten. Werder also. Mal keine Straße, sondern ein Heft über einen Verein, der diese Stadt prägt wie kein zweiter. Der viel mehr ist als nur Fußball, auch wenn das die schönste Nebensache der Welt ist und bleibt. Ohne die Putzteams aber, die nach jedem Spiel das Stadion wieder blitzsauber machen, wäre …

Schwarz-weiße Aufnahme eines Fußballstadions bei Nacht mit beleuchtetem Flutlichtmast und Spielern auf dem Spielfeld.

#30 Weserstadion

Hintergrundfoto: wetterrolf/flickr.com EDITORIAL: Grün, Weiss, Bunt Werder – das ist für viele Bremer:innen ein Heiligtum. Es gibt wohl niemanden in dieser Stadt, der nichts mit dem Weserstadion und seiner Mannschaft verbindet. Ein guter Ort also für unsere Autorinnen und Autoren, nach Themen zu graben. Und eine Herausforderung: Galt es doch, Menschen und Geschichten zu finden, die eben noch nicht stadtbekannt sind, keine Promis und Stars – und dennoch eine große Rolle spielen. Tatsächlich wurden wir auch diesmal fündig und präsentieren Ihnen fünf Geschichten, in denen es meist nur am Rande um Fussball geht – aber immer um Begeisterung und Leidenschaft. Björn Struß beschreibt eine moderne Geschichte von David gegen Goliath: die des Tennisclubs Rot-Gelb direkt neben dem Stadion, der aus Sicherheitsgründen weichen soll – und dies nicht will. Unsere Autorin June Koch traf den Mann, der sich um das leibliche Wohl der Werder-Spieler kümmert. Sie sprach mit ihm bei flambiertem Steak über Fußball, Genuss und Kochen als Mannschaftssport. Katja Hoffmann war unterdessen bei einem Training der besonderen Art: dem der Bremer Blindenfußballmannschaft, bei der es …